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Breitbandbüro

22.04.2021

Breitband-Turbo: 1,4 Milliarden Euro für digitale Infrastruktur

Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist entscheidend für Österreich. Daher stellt die Regierung bis 2026 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung, um den Breitbandausbau zu beschleunigen.

Das Co­ro­na-Kri­sen­jahr hat ge­zeigt, dass eine funk­tio­nie­ren­de di­gi­ta­le In­fra­struk­tur das Rück­grat für ge­sell­schaft­li­ches und wirt­schaft­li­ches Leben ist. Ho­me-Of­fice, Dis­tan­ce-Learning aber auch die zu­neh­men­de Nut­zung von Strea­m­ing-Platt­for­men haben das be­ste­hen­de Da­ten­netz stark be­an­sprucht. Um den Breit­band­aus­bau zu be­schleu­ni­gen, zün­det die Bun­des­re­gie­rung den Breit­band-Tur­bo und stellt mit 1,4 Mil­li­ar­den Euro bis 2026 neue Mit­tel für den lan­des­wei­ten Breit­band­aus­bau zur Ver­fü­gung.

De­tails zum Breit­band­för­de­rungs­pa­ket

Ins­ge­samt wer­den bis 2026 1,4 Mil­li­ar­den Euro für den Breit­band­aus­bau zur Ver­fü­gung ge­stellt. Diese neuen Mit­tel be­ste­hen aus 891 Mil­lio­nen Euro aus dem Resi­li­enz­fond der EU, wei­te­ren 166 Mil­lio­nen Euro die be­reits im ak­tu­el­len Bud­get vor­ge­se­hen sind sowie Gel­der aus der Zweck­bin­dung der Er­lö­se der Fre­quenz­ver­ga­ben (ins­ge­samt 389 Mil­lio­nen Euro der Auk­tio­nen 2019 und 2020).

Ak­tu­el­ler Stand der Breit­band­ver­sor­gung

Fast alle der rund 3,9 Mil­lio­nen ös­ter­rei­chi­schen Haus­hal­te haben be­reits eine Grund­ver­sor­gung mit Fest­netz-Breit­band, 89 Pro­zent davon sind schnel­ler als 30 Mbit. Ul­tra­schnel­le An­schlüs­se über 100 Mbit sind be­reits für 80 Pro­zent der Haus­hal­te ver­füg­bar und 43 Pro­zent ver­fü­gen sogar über Gi­ga­bit-fä­hi­ge An­schlüs­se.

Nächs­te Schrit­te im Breit­band­aus­bau

Meh­re­re Maß­nah­men wer­den in nächs­ter Zeit um­ge­setzt, um den Breit­band­aus­bau vor­an­zu­trei­ben: Nach­dem die neuen öf­fent­li­chen För­der­mit­tel fi­xiert wer­den, wur­den die neuen För­der­richt­li­ni­en in Kon­sul­ta­ti­on ge­schickt, an­hand derer das Geld ver­ge­ben wer­den soll. An­schlie­ßend ist ge­plant, sie zur No­ti­fi­ka­ti­on der EU zu über­mit­teln. Par­al­lel dazu wird an einer No­vel­le des Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­set­zes ge­ar­bei­tet, um mög­lichst in­ves­ti­ti­ons­freund­li­che Maß­nah­men für den pri­vat­wirt­schaft­li­chen Aus­bau von fes­tem und mo­bi­lem In­ter­net zu schaf­fen. Au­ßer­dem wurde kürz­lich die „Platt­form In­ter­ne­t­in­fra­struk­tur Aus­tria 2030“ (PIA 2030) ins Leben ge­ru­fen, die dazu dient, den Breit­band­aus­bau zu ko­or­di­nie­ren und zu be­schleu­ni­gen. Ein­ge­bun­den sind hier Bun­des­län­der, Ge­mein­den und der pri­va­te Sek­tor. Die Platt­form soll be­ste­hen­de In­itia­ti­ven bün­deln und dafür sor­gen, dass Syn­er­gi­en best­mög­lich ge­nutzt wer­den kön­nen.

– V.BÖSEL (Quelle: Breitbandbüro, Entgeltliche Einschaltung)

 

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