Kommunalvertrieb Pirker

Energie

Förderungen

Kommunalvertrieb Pirker

12.08.2021

Freistadt errichtet Österreichs größtes dezentrales Energiesystem auf kommunalen Dachflächen

500.000 fleißige Sommergäste zum Projektstart empfangen.

Freistadt macht einen großen Schritt in Richtung Energiewende: Mit dem massiven Ausbau von Photovoltaik-Anlagen rüstet sich die Stadt für die Zukunft. Der Startschuss für das innovative Großprojekt fiel vergangenen Freitag mit dem Empfang von 500.000 fleißigen Sommergästen.

„In Freistadt  wird Österreichs größtes dezentrales Energiesystem auf kommunalen Dachflächen errichtet“, sagt Hannes Pirker, der von der Stadtgemeinde mit der Projektentwicklung & Projektbegleitung beauftragt wurde. In der ersten Ausbauphase werden sieben gemeindeeigene Gebäude mit Photovoltaikanlagen, entsprechenden Speicher.- und Energiemanagementsystemen ausgestattet. Neun weitere Gebäude sind in Phase 2 und 3 vorgesehen. Bereits bestehende Anlagen werden mit Speichern und Energiemanagementsystemen in das neue dezentrale Freistädter Energiesystem integriert.

Bienen und die Energiewende

Anstelle des sonst üblichen Spatenstichs empfingen Projektpartner und politische Vertreter 500.000 Bienen in Freistadt. „Bienen sind eines der schönsten Symbole für die Energiewende und Vorbilder für unser innovatives Energiesystem. Sie leben von Sonnenergie und speichern diese in Blüten in Form von Nektar und Pollen“, freut sich Freistadts Bürgermeisterin Elisabeth Teufer über die Sommergäste.

Von links nach rechts: Stadtrat Klaus Haunschmied, Stadtrat Klaus Fürst-Elmecker, Stadtamtsleiter Florian Riegler, Stadtrat Harald Schuh, Stadträtin Sonja Seifried, Vizebürgermeister Christian Gratzl, Bürgermeisterin Elisabeth Teufer, Walter Kreisel, CEO neoom group Hannes Pirker, Inhaber Kommunalvertrieb Pirker, Gerhard Spreitzer, Obmann Imkerverein Freistadt, Bernhard Mayerhofer HuBees Bio-Imkerei und Bio-Landwirtschaft, Vizebürgermeister Christian Hennerbichler.

Von links nach rechts: Stadtrat Klaus Haunschmied, Stadtrat Klaus Fürst-Elmecker, Stadtamtsleiter Florian Riegler, Stadtrat Harald Schuh, Stadträtin Sonja Seifried, Vizebürgermeister Christian Gratzl, Bürgermeisterin Elisabeth Teufer, Walter Kreisel, CEO neoom group Hannes Pirker, Inhaber Kommunalvertrieb Pirker, Gerhard Spreitzer, Obmann Imkerverein Freistadt, Bernhard Mayerhofer HuBees Bio-Imkerei und Bio-Landwirtschaft, Vizebürgermeister Christian Hennerbichler.

Die Bienen werden ein Jahr lang auf dem Dach der Musikmittelschule zu Gast sein und dort fleißig Honig produzieren. Die ersten Kostproben davon werden im Rahmen des Kürbisfestes am 17. September kostenlos am Hauptplatz verteilt. Die Patenschaft für die zehn Bienenstöcke haben die Projektpartner (neoom group und Kommunalvertrieb Pirker) übernommen.

Im Umfeld von Solarkraftwerken entsteht übrigens eine Pflanzenvielfalt, die nicht nur Bienen, sondern auch Schmetterlingen und anderen blütenbestäubenden Insekten wertvollen Lebensraum bietet.

Unabhängig und blackoutsicher

Dezentrale Energiesysteme ermöglichen es, Sonnenenergie vor Ort zu gewinnen, zu speichern und zu verbrauchen. Sie machen Städte und Gemeinden dadurch unabhängiger von großen Energieanbietern. Gleichzeitig sind sie eine wirksame Strategie gegen Strom-Blackouts. Denn alle Gebäude werden mit eigenen Speichern ausgestattet, sodass sie im Falle eines Stromausfalls für einige Zeit autark versorgt werden können.

Kein Kapitaleinsatz der Gemeinde

Auch aus finanzieller Sicht ist das Projekt ein Gewinn für Freistadt: „Wir müssen als Stadtgemeinde für dieses Projekt kein Kapital einsetzen und erwirtschaften langfristig sogar ein Plus für unser Budget“, so die Bürgermeisterin. Auf Basis von Analysen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen empfahl Hannes Pirker der Stadtgemeinde, sowohl den Betrieb als auch die Finanzierung der nötigen Infrastruktur an einen externen Partner zu vergeben. Er rechnet mit Kosteneinsparungen in Höhe von 184.000 Euro innerhalb der ersten 15 Jahre für die Stadtgemeinde.

Vergabe an regionalen Anbieter

Die Ausschreibung für die Finanzierung und den Betrieb wurde im April 2021 ausgearbeitet. Zu den wichtigsten Vergabekriterien zählten die Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, größtmögliche Unabhängigkeit, ein überzeugendes Blackout-Konzept und vor allem auch die regionale Wertschöpfung. Im Mai wurden fünf Firmen aus der Region zur Angebotslegung eingeladen. Das überzeugendste Angebot lieferte das Freistädter Unternehmen neoom impact invest, ein Unternehmen der neoom group. Daher erhielt das Unternehmen im Gemeinderat den Zuschlag für die Installation und den Betrieb der Photovoltaik-Anlagen.

“Dezentrale Energieerzeugung hat zahlreiche Vorteile und gewinnt daher immer stärker an Bedeutung – mit der Verabschiedung des Erneuerbaren Ausbau Gesetz (EAG) wird sich diese Entwicklung in Kürze noch drastisch verstärken”, so Walter Kreisel CEO der neoom group.

“Obwohl es zweifellos eine in vielerlei Hinsicht lohnende Investition ist, wird es mit unserem neuen Finanzierungsmodell nun noch einfacher, entsprechende Initiativen auf kommunaler Ebene zu realisieren.

Wir freuen uns sehr, zusammen mit Kommunalvertrieb Pirker dazu beizutragen, die Stadtgemeinde Freistadt nun zu einem Vorreiter im Bereich der kommunalen Energiegemeinschaften zu machen. Mit den von der neoom group entwickelten Produkten ist es nun möglich, Strom mit Solaranlagen vor Ort zu produzieren und mittels Stromspeicher auch blackoutsicher bereitzustellen. Zusätzlich kann der Energieüberschuss wesentlich wirtschaftlicher zwischen den Gemeindegebäuden, BürgerInnen und Firmen, günstig geteilt werden.”

In der ersten Ausbaustufe werden die Volksschulen 1 und 2 sowie die Sporthalle, die Musikmittelschule, die Polytechnische Schule, die Tennishalle, der städtische Bauhof und das Feuerwehrhaus mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet.

 

Kontakt


Oliver Dvoracek

o.dvoracek@kommunalnet.at

+43 (0) 1 890 21 30-16

– V.BÖSEL (Quelle: KV Pirker, Entgeltliche Einschaltung)

 

MEHR ZUM THEMA

Wie mit Energiegemeinschaften umgehen?

Blackout innerhalb der nächsten 5 Jahre?

Stadt-Land-Fluss-Podcast: Was kostet die Energiewende?

© Copyright - Kommunalnet