Kies- und Schotterschüttungen als Gestaltungselement?

Kies und Schotterschüttungen gelten vielerorts noch immer als pflegeleichtes Gestaltungselement neben Straßen oder in Kreisverkehren. Objektiv betrachtet bringen diese „Steinwüsten“ aber mehr Nach- als Vorteile. Zuallererst muss man in diesem Zusammenhang dem Mythos der Pflegeleichtigkeit entgegentreten. Zwischen den Steinen sammeln sich nämlich Staub und organisches Material wie etwa Falllaub. Ab dem zweiten oder dritten Jahr bietet dieses Material Keimbedingungen für Pioniergehölze wie Birken, Weiden oder Ahorn. Auch Löwenzahn und andere Wildkräuter können nun Fuß fassen. Diese Flächen dann zu reinigen, macht je nach Steingröße wenig Spaß. Abgesehen davon, lassen Flechten, Moose oder Algen die Steine mit der Zeit erst recht ungepflegt aussehen.

“Hitzeinseleffekt” sorgt für heißes Mikroklima

Durch die Abstrahlung des Sonnenlichts oder durch Aufheizung (je nach Farbe der Steine) tragen solche Flächen zum „Hitzeinseleffekt“ in Siedlungen bei und sorgen für ein unangenehm heißes Mikroklima in der warmen Jahreszeit. Logisch, dass sich auf solchen Flächen auch keine Tiere wohlfühlen. Auch Einzelpflanzen wie Gehölze oder vereinzelte Stauden leiden unter der Hitze und werden bald Opfer von Krankheiten oder Schwächeparasiten. So tragen überdimensionale Kiesflächen auch zum Rückgang der Biodiversität in unseren Ortschaften bei. Steine und Schotter erleichtern zudem Vandalismus oder kindlichen Übermut, weil sie sich hervorragend als Wurfgeschosse eignen. Diese Art der Grünraumgestaltung geschieht bestimmt nicht aus bösem Willen, sondern häufig im guten Glauben, damit pflegeleichte Gestaltungen in den Ortskernen zu schaffen. „Natur im Garten“ unterstützt die Gemeinden mit geförderten Gestaltungsberatungen vor Ort, bei der Suche nach ökologisch wertvollen, optisch ansprechenden und pflegeleichten Alternativen zu den eintönigen Schotterflächen. Alternativen gibt es viele. Blühende Staudenpflanzungen auf magerem Substrat als bunte Abwechslung für Mensch und Tier zwischen grauen Straßen und Häusern, blühende Schotterrasen auf wenig genutzten Infrastrukturflächen, Einsaaten von Naturblumenwiesen auf humusarmen Rohböden, die nicht begangen oder bespielt werden, Baumalleen als Straßenbegleitgrün für ein angenehmeres Stadtklima u.v.m. Lassen Sie sich von „Natur im Garten“ inspirieren und nutzen sie unser Beratungs- und Bildungsangebot unter www.naturimgarten.at/gemeinde-beratung sowie unsere kostenlosen Infoblätter als Download https://www.naturimgarten.at/gruenraumservice Weitere Informationen erhalten Sie beim Grünraumservice von „Natur im Garten“ 02742-74333 oder gartentelefon@naturimgarten.at

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)

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