Software für Verkehrskameras
Blaupause für intelligente Parkraumbewirtschaftung
Verkehrsplanung und -verwaltung vieler Städte auf der ganzen Welt sollen vom Leuchtturmprojekt in Holbaek, Dänemark, lernen können. Eine mittelgroße Stadt mit knapp 30 Tausend Einwohnern, gut 60 Kilometer westlich von Kopenhagen. Postkartenbunte Holzhäuser in gelb, rot, blau. Ein malerischer Hafen mit vielen kleinen Segelbooten an der Ostsee, eingebettet in die grüne Hügellandschaft der Insel Seeland. Und elf größere Parkplätze mit dem bekannten, problematischen Parkverkehr. Eine typische Stadt mit typischen Verkehrsproblemen. Im Jänner 2022 fiel mit einer Analysephase der Startschuss, um in Holbaek den Parkverkehr besser in den Griff zu bekommen. Seit September 2022 läuft das Projekt von Swarm Analytics mit dem Verkehrstechnik-Partner Swarco Denmark. Verbaut wurden 75 Kameras und 35 Rechnereinheiten zur Überwachung von insgesamt 900 Stellplätzen. Bereitstellungszeit, Kosten und Wartung einer klassischen Parkleitlösung sind mit dem KI-gestützten System nicht vergleichbar.Klassische Parkleitsysteme sind oft zu teuer
Bisher ist die überwachte Parkraumbewirtschaftung in Städten und Gemeinden teuer, wartungsintensiv und aufwendig. Meist werden unterirdische Sensoren für jede Stellfläche verwendet oder Eingangs- und Ausgangs-Induktionsschleifen. Das bedeutet nicht nur einen großen Initialaufwand, sondern auch laufende Kosten: Schleifenbasierte Lösungen müssen alle zwei bis vier Wochen neu kalibriert werden und Einzelplatzsensoren brauchen oft Batterien. Schranken als Alternative sind ebenfalls mit hohen Kosten verbunden und zudem fehleranfällig. „Deswegen scheuen sich viele Städte, Projekte mit Parkleitsystemen in Angriff zu nehmen“, so Michael Bredehorn.Flexibel und kostengünstig dank KI
Das System von Swarm Analytics stützt sich auf ganz einfache, zum Teil sogar schon vorhandene, anonyme und DSGVO-konforme Daten einfacher IP-Kameras. Es besteht aus einer oder auch mehreren Kameras, einem Mini-PC, der Swarm Perception Box, und der KI-gestützten Analysesoftware, der Swarm Perception Platform. Das Auswertungssystem von Swarm Analytics umgeht also die klassischen, kommunalen Kostentreiber: Erdarbeiten, teure Hardware und permanente Wartung. Weiterer Vorteil: Werden die Systeme woanders gebraucht, etwa weil ein Parkplatz verlegt, umgebaut oder geschlossen wird, dann werden sie einfach abmontiert und am gewünschten neuen Einsatzort wieder installiert und in Betrieb genommen.So funktioniert es
-REDAKTION (Original erschienen auf KOMMUNAL.at)


