Die meisten der über 1000 Spinnmilbenarten bleiben unter einem Millimeter Größe, wodurch sie mit freiem Auge nicht sichtbar sind. Auffälliger ist hingegen ihr Werk, nämlich punktartige helle Flecken an Blättern und Gespinste, mit denen sie Teile ihrer Wirtspflanzen einhüllen.
Die winzig kleinen Spinnentierchen lieben Wärme und Trockenheit, weswegen ihr Auftreten v.a. in trockenen und heißen Sommermonaten oder in Glashäusern ein Problem darstellt. Fühlen sie sich erst mal wohl, vermehren sie sich rasant, stechen mit ihrem Saugapparat Blätter und junge Triebe an und ernähren sich von den Pflanzensäften. Ausgesaugte Pflanzenzellen erscheinen als winzige gelbe Pünktchen am Blatt, welche bei starkem Befall auch größere Flecken ergeben. Bei starkem Befall entwickeln die Milben Gespinste, unter denen sie geschützt leben können und die dann im Gegensatz zu den Tierchen selbst sehr auffällig sind.
Klein wie sie sind können sie durch den Wind vertragen werden und gründen neue Kolonien, wo sie gute Lebensbedingungen vorfinden.
Pflanzen, bei denen der Befall im öffentlichen Grünraum ein Problem darstellt, sind Rosen. Hier tritt der Befall vor allem an Beeten vor südseitigen Mauern auf, wo die Rosen unter der reflektierten Hitze und der geringen Luftbewegung leiden.
Um es den Spinnmilben nicht allzu angenehm zu machen, sollte der Boden mit organischem Material (Rasenschnitt, Hanfschäben, Elefantengras, usw.) gemulcht werden. Dadurch bleibt der Boden länger feucht und genau das mögen diese Winzlinge nicht.
Direkte Abhilfe schaffen Austriebspritzungen mit Rapsölpräparaten. Unter dem Ölfilm ersticken die Eier im Frühling. Wiederholte Spritzungen mit Kaliseifenpräparaten während der Saison töten die erwachsenen Tiere.
Kaliseife wird in erster Linie gegen weichhäutige Tiere eingesetzt. Weichhäutig sind zum Beispiel auch Blattläuse oder Weiße Fliegen. Eine weiche Haut ist Voraussetzung für die Wirkung, denn Kaliseife wirkt physikalisch: Die Haut des Insekts oder der Milbe wird aufgeweicht, verliert seine Funktion als Feuchtigkeitsrückhaltung und die Tiere vertrocknen. Bei Käfern und anderen Gliederfüßlern mit harter Haut hilft Kaliseife dagegen nicht. Die Tiere werden dann lediglich gut gewaschen!
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