© Pixabay

Bildung

Oberösterreich

01.07.2025

Wissen sichern heißt Zukunft gestalten – Ein digitales Konzept für die Gemeinde

Wie kann wertvolles Erfahrungswissen in der Gemeindeverwaltung erhalten bleiben – gerade in Zeiten von Pensionierungswellen und steigender Personalfluktuation? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt eines Projekts in der Marktgemeinde Haag am Hausruck, das als Grundlage für eine Bachelorarbeit im Studiengang Public Management an der FH Oberösterreich diente.

Ziel war es, einen strukturierten und digitalen Wissensmanagement-Prozess zu entwickeln, der die Arbeitsfähigkeit und Servicequalität im Bürgerservice langfristig absichert. Denn wie in vielen Gemeinden sind auch dort zahlreiche Aufgaben und Abläufe stark an einzelne Personen gebunden – mit dem Risiko, dass beim Ausscheiden von Mitarbeiter*innen auch entscheidendes Wissen verloren geht.

Zu Beginn des Projekts wurde die Ausgangslage im Bürgerservice analysiert und durch qualitative Interviews mit Mitarbeiter*innen und Führungskräften ergänzt – sowohl innerhalb der eigenen Verwaltung als auch in drei weiteren oberösterreichischen Gemeinden. Dabei zeigte sich: Es mangelt nicht am Willen, Wissen weiterzugeben, sondern an praktikablen, leicht zugänglichen Lösungen sowie am Bewusstsein für systematisches Wissensmanagement im Arbeitsalltag.

Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen und gestützt durch etablierte Theorien – wie dem Wissenskreislauf nach Probst oder dem SECI-Modell von Nonaka & Takeuchi – wurde ein achtstufiger Prozess entwickelt. Dieser reicht von der Identifikation über die Dokumentation bis hin zur Bewertung von Wissen. Ergänzt wurde das Konzept durch konkrete, digital gedachte Umsetzungsempfehlungen mit starkem Praxisbezug.

© Andreas Gervasi

Die Bachelorarbeit mit dem Titel „Digital basiertes Wissensmanagement am Beispiel der Marktgemeinde Haag am Hausruck“ von Andreas Gervasi zeigt exemplarisch, wie Gemeinden durch vorausschauende Maßnahmen zukunftssicher aufgestellt werden können. Die Ergebnisse des Projekts wurden dabei auf die gesamte Gemeindeverwaltung übertragen. Die Arbeit versteht sich nicht als fertige Lösung, sondern als fundierte Grundlage für den Aufbau eines kommunalen Wissenssystems – abgestimmt auf die Anforderungen und Möglichkeiten von Gemeinden vergleichbarer Größe.

Das dreijährige berufsbegleitende Studium an der FH Oberösterreich im Bereich Public Management überzeugt neben fundiertem Fachwissen und praxisorientierten Projekten auch durch ein starkes Netzwerk und inspirierende Einblicke in moderne Verwaltungsprozesse. Für alle, die sich für innovative Ansätze in Verwaltung, Organisation und Gesellschaft interessieren, bietet dieses Studium eine ausgezeichnete Grundlage.

Mehr zum berufsbegleitenden Studium „Sozial-, Public- und Nonprofit-Management“ erfahren Sie unter: www.fh-ooe.at/spn

Bewerbungen für einen Start im September 2025 sind noch bis 31. August möglich.

– C.TAUCHER (Quelle: FH Oberösterreich, entgeltliche Einschaltung)

© Copyright - Kommunalnet