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07.11.2025

Glasfaser im Katastrophenschutz-Einsatz

Ob steigende Flüsse, rutschende Hänge, entstehende Brände oder die laufende technische Überwachung von Brücken, Tunnels oder Staumauern – die Glasfaser-Technologie kann im Katastrophenschutz künftig eine wesentliche Rolle übernehmen.

Als Errichter kritischer Infrastrukturen in Österreich sieht sich die Österreichische Glasfaser-Infrastrukturgesellschaft (öGIG) in der Verantwortung, die Glasfaser-Technologie in ihrem Anwendungsgebiet breiter nutzbar zu machen. „Angesichts der zunehmenden klimatischen Veränderungen rückt dabei insbesondere der Katastrophenschutz als wichtiger Einsatzbereich in den Fokus“, betont öGIG-Geschäftsführer Hartwig Tauber bei einer Veranstaltung zum Thema „Glasfaser – mehr als schnelles Internet. Lebenswichtige Messdaten beim Katastrophenschutz.“

Expertinnen und Experten diskutierten auf Einladung der öGIG über das Thema „Glasfaser – mehr als schnelles Internet. Lebenswichtige Messdaten beim Katastrophenschutz.“

Glasfaser-Leitungen werden damit zu weit mehr als Datenautobahnen für schnelles Internet. So können entlang der verlegten Strecken bedrohliche Entwicklungen in Echtzeit erfasst werden. Die Leitungen werden dabei als hochsensible Messelemente verwendet, die wertvolle Daten für die Prävention und Eindämmung von potenziellen Risiken liefern. Gegenüber sonstigen konventionellen Methoden der Vorhersage bietet die Glasfaser einen wesentlichen Vorteil. „Unsere Technologie funktioniert auch unter schwierigsten Rahmenbedingungen gänzlich ohne Stromversorgung“, erklärt Tauber.

Frühwarnsystem mit Potenzial für Gemeinden

Wie groß der Nutzen dieser Technologie ist, weiß Andreas Hofer, Bürgermeister von Lafnitz.  „Beim katastrophalen Hochwasser 2024 hat sich gezeigt: Hätten wir die Bevölkerung nur ein paar wenige Stunden früher warnen können, wären viele Schäden und menschliche Dramen gar nicht erst passiert.“ Der Gemeindepolitiker schätzt, dass man sich mit einem solchen modernen Frühwarnsystem die Hälfte der Budgetmittel aus dem Katastrophenschutzfonds beim Ereignis 2024 hätte sparen können.

In der Gemeinde Lafnitz, in der die öGIG den Glasfaser-Ausbau vorgenommen hat, ist man jetzt gerüstet. „Im Ernstfall liefert die Glasfaser-Sensorik entlang der Lafnitz wertvolle Mess- und Hochwasserinformationen, um drohende Schäden frühzeitig zu erkennen und umgehend Gegenmaßnahmen einzuleiten. Damit wird Katastrophenschutz präventiv, effizient und ressourcenschonend. Dank Glasfaser-Sensorik können wir heute Risiken frühzeitig erkennen, Hab und Gut sowie Leben schützen – das ist Digitalisierung mit echtem Mehrwert für die Gesellschaft“, betonte Hartwig Tauber.

– I.WEIPPL (Quelle: öGIG, entgeltliche Einschaltung)

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