Natur im Garten

NaturimGartenTipps

16.12.2025

Wintercheck bei Jungbäumen

Im Spätherbst wechseln wir routinemäßig die Bereifung am Auto und viele fahren in die Werkstatt zu einem Wintercheck.  Damit der fahrbare Untersatz auch im Winter seinen Dienst tut. Was wir unserem Auto selbstverständlich angedeihen lassen, sollten wir auch unseren Bäumen im öffentlichen Grünraum gönnen!

Denn gerade unsere Jungbäume, welche vor 1–3 Jahren gepflanzt worden sind, brauchen einen Wintercheck.

Anbindungen an den Stützpfählen

Hier geht es allerdings darum zu kontrollieren, ob die Anbindungen an den Stützpfählen noch intakt sind. Wenn diese lose oder abgerissen sind,  scheuert der Stamm oder Äste bei starkem Wind an den Pflöcken. Daraus resultieren Verletzungen der Rinde, durch die Krankheitserreger wie Pilzsporen oder Bakterien eindringen können. Das schadet der Baumgesundheit und es besteht die Gefahr, dass der Holzkörper morsch wird.

Wildverbissschutz

Das gleiche gilt für den Wildverbissschutz, der rund um den Baum montiert wurde. Wenn er nicht mehr richtig fixiert ist, scheuert er am Stamm, was bei Herbst- und Winterstürmen zu argen Rindenverletzungen führt.

Mähschutz

Im Zuge dieser Überprüfungen kann man auch gleich kontrollieren, ob der Mähschutz an der Stammbasis noch da, oder locker ist. Das ist wichtig für den Frühling, wenn die Mäharbeiten beginnen, damit der Baum nicht mit dem Fadenmäher geringelt wird!

Stammanstrich

Wer es besonders gut mit dem Baumnachwuchs meint, kann auch gleich den Stammanstrich erneuern. Mit diesen Lehm-Kalkanstrichen wird der Stamm geschützt, damit es zu keinen Frostrissen kommt. Wenn an kalten Wintertagen die Sonne den Stamm südseitig erwärmt, so ist die Rinde nordseitig um vieles kühler. Durch diese Temperaturgegensätze kann es zu Spannungsrissen kommen, wodurch auch wieder Krankheitserregern Tür und Tor geöffnet werden. Der weiße Anstrich verhindert dies, weil er das Sonnenlicht besser reflektiert als die dunkle Rinde. Temperaturgegensätze und Spannungsrisse werden so vermieden.

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)
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