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08.01.2026

Stadtklimafeste, immergrüne Baumart: Zukunftsbaum Rotkiefer

Die Rotkiefer (Pinus sylvestris) gilt als Zukunftsbaum. Sie ist stadtklimafest, schnellwachsend und ökologisch sehr wertvoll. Als immergrüne Baumart ist sie eine wertvolle Ergänzung im Straßenbild.

Die Rotkiefer ist eine Baumart heimischer Wälder. Weitere gebräuchliche Namen sind Rotföhre, Waldföhre oder Weißkiefer. In jüngerer Zeit ist zu beobachten, dass die Rotkiefer vermehrt auf öffentlichen Grünflächen in trockenen und heißen Lagen Ostösterreichs gepflanzt wird.

Junge Rotföhren in einer städtischen Grünanlage in Wien. Copyright: Martina Liehl-Rainer “Natur im Garten”

Was diese Baumart besonders auszeichnet, ist ihre Anpassungsfähigkeit

Rotkiefern haben eine große Toleranz, was den Boden und die Wasserverhältnisse betrifft. Darüber hinaus gelten sie als sehr gesund und widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge.

Eigentlich wurzeln Waldföhren eher flach, doch an trockenen Standorten bildet sie eine Pfahlwurzel, die tiefere Wasservorkommen erschließt.

Das bedeutet aber auch, dass die Rotkiefer bereits in jungen Jahren an einem trockenen Standort stehen muss. Verändern sich die Wasserbedingungen in späteren Jahren, kann sie sich nicht mehr anpassen. Zu beobachten ist dies am Absterben von alten Rotkiefernbeständen in Lagen, wo sich die Wasserverhältnisse aufgrund des Klimawandels in den vergangenen Jahren stark geändert haben.

Dank ihrer großen Anpassungsfähigkeit ist die Rotföhre sehr gut stadtklimatauglich

Dabei wächst sie sehr rasch, mit einem durchschnittlichen Jahrestriebzuwachs von 30 bis 40 Centimetern. In sehr jungen Jahren kann der jährliche Zuwachs sogar bis zu 70 Centimeter betragen. Während sie im Jugendstadium einen kegelförmigen Wuchs aufweist, bildet sie im Alter eine schirmförmige Krone. Ältere Bäume sehen mitunter sehr malerisch aus. Die Krone ist licht und hat eine mäßige Schattenwirkung. Je nach Standortbedingungen variiert die Wuchshöhe zwischen 10 und 30 Metern, bei einer Breite von etwa 7 bis 15 Metern. Das bedeutet, die Waldföhre braucht ausreichend Platz!

Junge Rotkiefern an einer Straße in Berlin-Dahlem.
Copyright: Bodo Kubrak, CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication, via Wikimedia Commons

Die Rotföhre eignet sich als Solitärbaum, für kleine Gruppen auf Freiflächen im Ortsgebiet oder für breite Grünstreifen entlang von Straßen oder Wegen.

Dass es für diese Verwendung derzeit nur wenige andere immergrüne Baumarten gibt, macht die Rotföhre so besonders wertvoll. Allerdings braucht sie dazu gute Bedingungen. Der Boden muss gut durchwurzelbar sein, sonst kommt es zum Heben von Belägen. Staunässe wird ebenfalls nicht vertragen. Außerdem muss genügend Abstand zu anderen Bäumen gegeben sein, da sie nicht sehr konkurrenzstark ist. Ebenfalls zu erwähnen ist, dass Kiefern Harz bilden und dies bei darunter aufgestellten Möblierungen oder Fahrzeugen zu Verschmutzungen führen kann. Daher nicht auf Parkplätzen verwenden.

Ein weiteres Plus ist der sehr hohe ökologische Wert von Rotkiefern sowohl als Brutgehölz als auch als Futterpflanze für Raupen und Vögel.
Mit dieser Kombination aus vielen positiven Eigenschaften ist die Rotkiefer eine gute Wahl auch für manche als problematisch angesehen Standorte. Wir werden ihr wohl auf öffentlichen Grünflächen in Zukunft öfters begegnen.

Rotföhre mit malerischem Wuchs
Copyright: Sciencia58 via Wikimedia Commons.

Weiter klimafitte und ökologisch wertvolle Baumarten finden Sie im „Natur im Garten“ Baumnavigator unter www.willbaumhaben.at.

Mehr Information erhalten Sie auch beim “Natur im Garten” Grünraumservice unter der Telefonnummer 02742-74333 oder per E-Mail unter gartentelefon@naturimgarten.at.

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)
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