Natur im Garten

NaturimGartenTipps

20.01.2026

Mit Kräutern Grünraum gestalten

Kräuter sind heuer Jahresschwerpunkt der Bewegung „Natur im Garten“. Das wollen wir hier zum Anlass nehmen, um auf die Vorzüge mediterraner Kräuter bei der Gestaltung des öffentlichen Grünraumes hinzuweisen.

Als Kinder der Sonne und des Mittelmeeres, an dessen Gestaden Kräuter wie Rosmarin, Lavendel, Salbei oder Oregano heimisch sind, lieben sie Wärme und Trockenheit. Somit sind sie eine ideale Bepflanzungsmöglichkeit hinsichtlich der Klimawandelanpassung auf kommunalen Grünflächen. Trockene Sommer mit wenig Niederschlägen und hohen Temperaturen machen die Bewirtschaftung solcher Rabatten ja mitunter schwierig. Zumal in innerstädtischen Lagen bzw. in Siedlungen neben Straßen, Wegen oder Plätzen die Hitze noch gravierender ist. Für mediterrane Kräuter sind solche Bedingungen jedoch ideal, und sie müssen nicht gegossen werden, denn in ihrer Heimat wachsen sie selbst zwischen Kalkfelsen in vollsonnigen Lagen! Abgesehen davon sind ihre Blüten eine tolle „Weide“ für Bienen und Schmetterlinge!

Lavendel und Rosmarin eignen sich in Kombination mit Sandthymian und Wollziest auch zur flächigen Pflanzung, auf nährstoffarmen, durchlässigen, kalkreichen Boden und einem vollsonnigen Standort.

So bleiben die Kräuter kompakt & buschig

Als Halbsträucher würden sie bis zu 1 m in die Höhe wachsen und unten verkahlen. Um das zu verhindern, müssen sie regelmäßig geschnitten werden. So bleiben sie kompakt und buschig. Ein Schnitt im Herbst ist zu unterlassen, weil junge Triebe vor dem Winter nicht richtig ausreifen können und vom Frost geschädigt werden. Der beste Zeitpunkt ist während des Austriebs im Frühling – sobald die ersten grünen Spitzen zum Vorschein kommen (Verjüngungsschnitt um 1/3 – 2/3), sowie nach der Blüte im August (verblühte Blüten entfernen oder Formschnitt um ca. 1/3), damit sich die neuen Triebe noch richtig entwickeln können.

Der richtige Boden

Für ein gelungenes Beet mit trockenresistenten Kräutern ist neben dem Standort die Bodenbeschaffenheit entscheidend. Leichter, sandiger und nährstoffarmer Boden begünstigt das Wachstum. Lehmige, staunasse Böden sind zu vermeiden.

Als Substrat für mediterrane Kräuter eignen sich daher Mischungen aus ca. 1/3 Gartenerde und 2/3 grobem Sand, oder Grädermaterial. So kann Niederschlagswasser gut absickern. Wärmespeichernde Strukturen wie Trittsteine oder größere Steingruppen tragen dazu bei, dass sich die Kräuter wohl fühlen.

Achten Sie bei der der Gestaltung darauf, dass niedrigere Kräuter wie Bohnenkraut oder Thymian im Vordergrund gepflanzt werden, höher wachsende wie Rosmarin oder Salbei im Hintergrund.

Mehr Information erhalten Sie auch beim “Natur im Garten” Grünraumservice unter der Telefonnummer 02742-74333 oder per E-Mail unter gartentelefon@naturimgarten.at.

– I.WEIPPL (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich)
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