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Niederösterreich

23.04.2026

So funktioniert gemeindeübergreifende Kinderbetreuung

Während vielerorts über steigende Kosten und Personalmangel in der Kinderbetreuung geklagt wird, liefern drei Gemeinden im Bezirk Wiener Neustadt eine handfeste Lösung: Mit der Gründung des Vereins „BAKALA“ beenden die Gemeinden Bad Erlach, Katzelsdorf und Lanzenkirchen das klassische Kirchturmdenken  und machen in der Kinderbetreuung gemeinsame Sache. Es können rund 85.000 Euro Steuergeld eingespart werden.

v.l.n.r.: Sabina Doria, Franz Hauck, Bernhard Karnthaler (Bürgermeister Lanzenkirchen), Bärbel Stockinger (Bürgermeisterin Bad Erlach), Obmann David Diabl, Katja Lang, Michael Nistl (Bürgermeister Katzelsdorf), Michaela Pflug-Hladik. Bild: Tobias Hübl

Verein fungiert als Arbeitgeber

Mit der konstituierenden Sitzung des Vereins „BAKALA“ (=Bad Erlach, Katzelsdorf, Lanzenkirchen) wurde das Fundament für die gemeindeübergreifende Kinderbetreuung gelegt. Der neu gegründete Verein wird die Anstellung der Pädagoginnen sowie die gesamte operative Abwicklung der Nachmittagsbetreuung übernehmen.

„Mit der Vereinsgründung ist der Weg frei für eine effiziente und verlässliche Kinderbetreuung. Wir bündeln unsere Kräfte, um für unsere Eltern das beste Angebot zu sichern und dabei verantwortungsvoll mit den Gemeindemitteln umzugehen“, so die Bürgermeister:innen im Einklang. Im Rahmen der Gründungsversammlung wurde der Vorstand des Vereins offiziell bestellt. Als Obmann ist der geschäftsführende Gemeinderat David Diabl (Lanzenkirchen) tätig, der das Projekt bereits in der Konzeptionsphase federführend begleitet hat. Unterstützt wird er von Bürgermeisterin Bärbel Stockinger (Bad Erlach), sowie Bürgermeister Michael Nistl (Katzelsdorf) als Stellvertreter in der Funktion der Kassiere.

Bedarfserhebungen direkt an die Eltern

„Es freut uns, dass wir für unsere Bürgerinnen und Bürger damit gemeinsam eine Absicherung der Kinderbetreuung erstellt haben. Wir können garantieren, dass eine verlässliche Betreuung in unserer Region langfristig sichergestellt ist“, betonen die Bürgermeister:innen der drei Gemeinden.

Ein wichtiger nächster Schritt für alle Familien erfolgte umgehend: Die offiziellen Bedarfserhebungen wurden an die Familien versendet. Diese Daten bilden die Grundlage für die genaue Planung der Gruppen und Kapazitäten, um zum Start eine lückenlose und verlässliche Betreuung garantieren zu können.

Sparen mit Hausverstand

Die Umstrukturierung ist ein Musterbeispiel für moderne Kommunalpolitik, denn nicht nur werden Service und Qualität für die Kinderbetreuung garantiert; die Gemeinden sparen durch Zusammenarbeit rund 85.000 Euro Steuergeld. Für die Familien ergeben sich in allen drei Gemeinden klare Vorteile: Künftig wird zusätzlich überall eine Lernstunde im Zuge einer schulischen Nachmittagsbetreuung mit dem Lehrpersonal in den Volksschulen angeboten. Dadurch steigt die Sicherheit, denn Personal und Räumlichkeiten sind durch den regionalen Schulterschluss langfristig abgesichert und bieten die notwendige Planbarkeit im Familienalltag.

„Wir machen die Kinderbetreuung in unserer Region zukunftsfit. Dass hier alle Gemeinden an einem Strang ziehen, zeigt klar, was möglich ist, wenn gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird. Davon profitieren die Familien in allen beteiligten Gemeinden. Mit dem Gedanken werden wir auch weiterarbeiten.“, betont der Obmann des neuen Vereins, David Diabl, abschließend.

-Marktgemeinde Lanzenkirchen

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