Auf den ersten Blick ist es vielleicht etwas verwunderlich, warum wir an dieser Stelle über Kohlweißlinge schreiben. Die Raupen dieser Tiere können aber auch im öffentlichen Grün lästig sein, etwa an Zierkohl oder an der Kapuzinerkresse, die ja auch zu ihrem Nahrungsspektrum gehören.
Genau genommen handelt es sich um 2 Arten, über die wir hier sprechen: Den Großen Kohlweißling (Pieris brassicae) und den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae). Während die Raupen des Großen Kohlweißlings grün-gelb gefärbt sind und ein Muster aus schwarzen Flecken und Sprenkeln aufweisen, sind die Raupen des Kleinen Kohlweißlings einheitlich grün mit einem blassen gelben Strich am Rücken und winzigen kleinen gelblichen Farbtupfern auf der Seite.

Foto: Leopold Mayrhofer
Wenn Sie Beete mit Zierkohl oder Kapuzinerkresse betreuen, sollten Sie aber nicht nur auf diese Raupen achten, sondern auch auf kleine gelbe Eier (kleiner als ein Stecknadelkopf), die meist an der Unterseite von Blättern kleben. Aus Ihnen entwickeln sich die Raupen. Wenn sie diese Eier abwischen, können Sie Schäden durch Raupenfraß vorbeugen.

Foto: G. Reichholf
Kleinere Befallsherde können durch das Absammeln und Vernichten der Raupen eliminiert werden.
Wirksame Pflanzenschutzmittel sind Bacillus thuringiensis (Bt) – Präparate. Dabei handelt es sich um Eiweiße bestimmter Bakterien, welche für die Schmetterlingsraupen giftig sind, aber nicht für andere Insekten. Bei der Ausbringung dieser Mittel sollte man aber trotzdem darauf achten, dass es zu keiner Abdrift durch Wind kommt. Denn die Eiweiße sind auch für andere Schmetterlingsarten toxisch. Also nur bei windstillem Wetter ausbringen. Da der Wirkstoff aber empfindlich gegenüber Sonne ist (UV-Strahlung) sollte das Mittel nur bei bewölktem Himmel ausgebracht werden oder abends.
Bt-Präparate werden übrigens meistens auch gegen den Buchsbaumzünsler eingesetzt. Eine Schmetterlingsraupe die im öffentlichen Grünraum größere Bedeutung hat.
Eine Alternative stellen Neem-Präparate dar. Der Wirkstoff des indischen Neembaumes wird von der behandelten Pflanze aufgenommen und somit auch von Raupen die an dieser Pflanze fressen. Die Raupen sterben deshalb ab, weil dieser Wirkstoff (Azaridachtin) eine hormonelle Wirkung bei Insekten hat und diese sich nach dem Verzehr nicht mehr weiterentwickeln können.
Weitere Tipps und Infos zum Biologischen Pflanzenschutz finden Sie auf www.gartentelefon24.at
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