Sie haben eine Umfrage durchgeführt – zB zur Nahversorgung oder zum neuen Spielplatz. Die Zahlen sind da: 67% zufrieden, 23% neutral, 10% unzufrieden. Aber was bedeutet das? Warum sind die 10% unzufrieden? Was genau wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger?
In den Freitextfeldern einer Umfrage stecken oft die interessanten Antworten – nur dauert es oft viel Zeit sich diese systematisch durchzulesen und zusammen zu fassen. Bei 50 oder 100 Rückmeldungen wird das schnell unübersichtlich. KI kann Ihnen diese Arbeit abnehmen: Sie fasst zusammen, erkennt Muster und zeigt Ihnen welche Themen die Menschen wirklich bewegen.
Freitextantworten auswerten – der größte Zeitgewinn
Angenommen Sie haben in Ihrer letzten Umfrage gefragt: „Was wünschen Sie sich für unseren Ortskern?“. Sie haben 80 Antworten in unterschiedlichster Länge bekommen. Bisher mussten Sie alle Antworten durchlesen und versuchen, sich ein Bild zu machen. Mit KI geht das schneller und gründlicher.
DER PROMPT
Hier sind Antworten aus einer Bürgerumfrage auf die Frage: „Was wünschen Sie sich für unseren Ortskern?“
[Antworten hier einfügen]
Bitte:
- Fasse die Hauptthemen zusammen, die genannt werden.
- Zeige zu jedem Thema, wie oft es ungefähr vorkommt (häufig/mehrfach/vereinzelt).
- Nenne zu jedem Thema ein oder zwei typische Originalzitate.
- Liste am Ende Themen auf, die nur einzeln genannt wurden, aber interessant sein könnten.
DAS ERGEBNIS
Die KI liefert Ihnen eine strukturierte Übersicht – etwa so:
- Mehr Grün und Aufenthaltsqualität (häufig, ca. 25 Nennungen)
Viele wünschen sich mehr Bäume, Sitzbänke und schattige Plätze. Typische Aussagen: „Der Hauptplatz ist im Sommer eine Betonwüste“, „Ein paar Bänke zum Verweilen wären schön“. - Verkehrsberuhigung (mehrfach, ca. 15 Nennungen)
Kritik am Durchzugsverkehr und parkenden Autos. „Weniger Autos, mehr Platz für Menschen“, „Die Autos fahren viel zu schnell durch“. - Nahversorgung (mehrfach, ca. 12 Nennungen)
Wunsch nach Geschäften des täglichen Bedarfs. „Ein kleiner Supermarkt würde vielen helfen“, „Seit der Bäcker weg ist, fehlt was“.
Einzelnennungen, die auffallen:
– Wunsch nach öffentlichem WLAN
– Idee eines Wochenmarkts
– Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer
Das Ergebnis ist kein fertiger Bericht, aber eine solide Grundlage. Sie sehen auf einen Blick was die Bürger bewegt – und haben Originalzitate für Ihre Präsentation im Gemeinderat.
Bessere Fragen entwickeln
Bevor Sie die nächste Umfrage verschicken, können Sie die KI auch nutzen, um Ihre Fragen zu verbessern. Offene Fragen bringen mehr Einsichten, aber nur wenn sie richtig formuliert sind.
DER PROMPT
Wir planen eine Bürgerbefragung zum Thema Kinderbetreuung in unserer Gemeinde (5.000 Einwohner, ländlich). Ziel: Herausfinden, ob das aktuelle Angebot passt und was sich Eltern wünschen. Erstelle 5 Fragen für die Umfrage:
– 3 geschlossene Fragen (zum Ankreuzen)
– 2 offene Fragen (Freitext)
Die Fragen sollen konkret und alltagsnah formuliert sein – nicht wie ein Behördenformular.
Einen Interview-Leitfaden erstellen
Manchmal reicht eine Umfrage nicht. Sie wollen mit ein paar Bürgern persönlich sprechen – etwa mit Eltern zur Kinderbetreuung, mit Senioren zur Mobilität, mit Gewerbetreibenden zur Ortsentwicklung. Auch hier hilft KI: Sie erstellt Ihnen einen strukturierten Leitfaden mit Hauptfragen und Nachfragen.
DER PROMPT
Erstelle einen Interview-Leitfaden für ein 20-minütiges Gespräch mit Eltern zum Thema Kinderbetreuung in unserer Gemeinde. Ziel: Verstehen, was gut funktioniert und wo es Probleme gibt. Struktur:
- Einstiegsfrage (locker, öffnend)
- 4-5 Hauptfragen mit je 2 möglichen Nachfragen
- Abschlussfrage
Der Ton soll gesprächig sein, nicht wie ein Verhör. Formuliere die Fragen so, dass Menschen gerne erzählen.
Was heute schon geht – und was noch kommt
Mit diesen Ansätzen können Sie sofort starten: Freitexte auswerten, bessere Fragen entwickeln, Gesprächsleitfäden erstellen. Das funktioniert mit ChatGPT, Claude oder jedem anderen KI-Assistenten. Was noch nicht ganz einfach geht: Die KI selbst als Interviewerin einsetzen, die mit hunderten Bürgern gleichzeitig strukturierte Gespräche führt. Das ist technisch möglich – Anthropic, die Firma hinter Claude, hat kürzlich ein solches Tool vorgestellt und damit über 1.000 Interviews geführt. Für die praktische Umsetzung braucht es allerdings etwas technisches Setup. Solche Lösungen sind machbar, aber nicht mehr im Bereich „einfach selbst ausprobieren“.
Die gute Nachricht: Auch ohne Hightech-Lösung sparen Sie mit den Methoden aus dieser Kolumne schon heute Stunden an Auswertungsarbeit und gewinnen Einsichten, die sonst in ungelesenen Freitextfeldern verschwinden würden. Und falls Sie einmal vor einem größeren Befragungsprojekt stehen und sich fragen, ob KI-gestützte Interviews für Ihre Gemeinde sinnvoll wären: Melden Sie sich gerne bei uns – genau für solche Fragen ist diese Kolumne auch da.
KI-Umfrage zum Testen
Testen Sie hier und jetzt ein KI-geführtes Interview mit einer kurzen Umfrage zu dieser KI-Kolumne. Ein Anruf, zwei Minuten, keine Wartezeit. Die KI stellt Ihnen ein paar Fragen zu Ihren Erfahrungen mit der Kolumne und Ihren Wünschen für künftige Themen.
Die Ergebnisse werten wir – natürlich mit KI – in einer der nächsten Ausgaben aus.
Jetzt teilnehmen: +43316455058
– M.TREIBER (KIUMI – Die Agentur für Zusammenarbeit von KI und Mensch)
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