Die ersten blühenden Sträucher des Jahres sind willkommene Farbtupfer nach der grauen Jahreszeit. Für Insekten, die aus der Winterruhe erwachen, sind sie eine wertvolle Futterquelle. Je nach Art eignen sie sich für naturnahe Hecken, Einzelstellung, als Wildobst oder als Bodendecker.
Mehrere heimische Sträucher blühen als erstes im Jahr, aber auch unter den Ziersträuchern gibt es ökologisch wertvolle frühblühende Arten. Wir stellen ein paar robuste, unkomplizierte Arten vor, die ihr Gemeindegrün bereichern werden.
Die Kornelkirschen oder Dirndlsträucher (Cornus mas) gehören zu den ersten Blühern. Sie sehen im März wie zarte gelbe Wolken aus und sind daher den bekannten Forsythien ähnlich. Kornelkirschen sind äußerst vielseitige Sträucher. Neben der hübschen Blüte gibt es im Herbst Früchte, die zu Marmelade oder Saft verarbeitet werden können. Die Herbstfärbung ist ebenfalls attraktiv. Sie weisen einen kompakten, aufrechten Wuchs auf und können freistehend oder in Gruppen gepflanzt werden. Dirndln sind sehr schnittverträglich, sie können sogar als Schnitthecke gezogen werden, dabei geht jedoch viel von der Blüte und den Früchten verloren. Kornelkirschen haben einen sehr hohen ökologischen Wert und sind außerdem trockenheitsverträglich. Das sind viele Pluspunkte, deshalb sollten sie häufiger gepflanzt werden.

© Daniela Tüchler “Natur im Garten” | Die zarten gelben Blüten der Kornelkirschen gehören zu den ersten Farbtupfern.
Weiden sollten in keiner Wildstrauchhecke fehlen. Es gibt sie in vielen Arten und natürlichen Kreuzungen. Sehr groß ist auch die Bandbreite betreffend der Wuchshöhe, von Zwergsträuchern bis hin zu baumförmigen Arten. Allen gemein ist die sehr zeitige Blüte, die als Futterquelle für Wildbienen oder überwinternde Schmetterlinge enorm wichtig ist. Im innerörtlichen Bereich eignen sich die bekannten Palmkätzchen (Salix caprea) sehr gut für Wildstrauchhecken. Ebenfalls empfehlenswert ist die Rosmarinweide (S. rosmarinifolia), mit wintergrünem Laub, die sich auch als niedrige Hecke eignet.

© Bernhard Haidler | Die frühen Blüten der Weiden sind wichtig Futterquellen für Insekten, die aus der Winterruhe erwachen.
Für sehr naturnahe Bereiche eignen sich Schlehen (Prunus spinosa) als erste Frühlingsboten. Ihre überreiche weiße Blüte wird von vielen Insekten umschwärmt, im Herbst werden die Früchte von Vögeln gefressen, oder können verarbeitet werden. Schlehen sind sehr stachelig, bilden Ausläufer und kommen gut mit Hitze und Trockenheit zurecht.

© Martina Liehl-Rainer “Natur im Garten” | Schlehen bilden im März weiße Blütenschleier in naturnahen Hecken.
Bei den Ziersträuchern gibt es ebenfalls sehr früh bzw. winterblühende Arten mit wertvollen Blüten. Da ist zum einen die Winter-Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima) zu nennen, deren wundervoll duftende Blüten sich schon im Dezember öffnen. Und der Winter-Duftschneeball (Viburnum x bodnantense) mit zarten rosa Blüten. Beide werden etwa zwei Meter hoch und eignen sich für die Pflanzung in Hecken, als Solitärstrauch oder für eine Gruppenpflanzung.
Ebenfalls Sträucher, wenn auch sehr niedrige, sind die Schneeheiden (Erica carnea). Sie eignen sich sehr gut als Bodendecker an nicht zu trockenen Standorten mit durchlässigem, humosem Boden. Flächig gepflanzt, bilden sie ab dem Spätwinter Farbteppiche, die an sonnigen Tagen von Wildbienen umschwärmt werden.

© Margit Benes-Oeller “Natur im Garten” | Die Schneeheide eignet sich als Bodendecker unter Gehölzpflanzungen.
Mit diesen „Appetizern“ wünschen wir Ihnen einen guten Start in den nahen Frühling! Eine ausführliche Beschreibung der genannten Arten sowie viele weitere ökologisch wertvolle Straucharten für alle Jahreszeiten finden Sie im „Natur im Garten“ Strauchnavigator unter www.willheckehaben.at.
Mehr Information erhalten Sie auch beim “Natur im Garten” Grünraumservice unter der Telefonnummer 02742-74333 oder per E-Mail unter gartentelefon@naturimgarten.at.
– C.TAUCHER (Quelle: Natur im Garten, entgeltliche Einschaltung des Landes Niederösterreich
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