© Couleur / Pixabay

17.02.2026

Das sind die lustigsten Faschingsrufe der Gemeinden

Es ist wieder soweit: Rund um den Faschingsdienstag heißt es wieder Lei Lei und Helau. Doch neben diesen beiden bekannten gibt es in vielen Gemeinden sehr kreative, oft Ortsnamen-bezogene Narrenrufe. Hier eine Übersicht der lustigsten Faschingsrufe Österreichs:

Burgenland

„Gü-gü, sing-sing“ liegt auf der Hand, wenn man bedenkt, dass er in Güssing gerufen wird. Oberpullendorf hingegen flüchtet sich in mit „Pulai-Pulai“ in den Dialekt.

Kärnten

Das südlichste Bundesland ist sehr bekannt für seine Faschings“närrischheit“. Neben „Lei Lei“ aus Villach sorgen auch einige andere Narrenrufe für Schmunzeln: In Feldkirchen etwa heißt es „Gluck-Gluck Olé“. Worauf sich das bezieht, sei dahingestellt.

In Klagenfurt gibt es zu Fasching hingegen viel „Bla bla“ und Millstatt am See antwortet ganz nüchtern mit „Jo Mei“. „Namla woll-woll“ sagt man in St. Veit an der Gland und in Gurnitz heißt es „Gur Gur“. Auch Mittertrixen spielt sich mit dem eigenen Gemeindenamen und ruft „Tri tri“, während es in St. Andrä „Nia gnua“ ist.

Niederösterreich

Worauf in Ardagger mit „MA-ST-KO-ST“ angestoßen wird, lässt sich nur unschwer erraten. Wenn Berndorf „Brumm brumm“ ruft, ist nicht das Motorrad in der Garage, sondern der Bär im Gemeindewappen gemeint. Bad Vöslau ruft „Vö-Vö“, in Hinterbrühl kommt es auch im nüchternen Zustand zu einem Zungenbrecher mit „Hi-Hi-Brüh-Brüh“. Mödling sagt „Mö-Mö“, während Obergrafendorf ganz pragmatisch den langen Gemeindenamen auf „OGRA“ verkürzt.

Oberndorf-Herzogenburg hält sich an das Schema mit „Ohe ohe“. und Oberwaltersdorf ergänzt: „Juppi-Juppi-OWADO“. Neunkirchen und Neulengbach teilen sich den Faschingsruf „Neu neu“.

Oberösterreich

Bad Hall bleibt dem Muster treu und ruft „Ba Ha“. Lambach durchbricht das Schema mit „La Fa“ und in Inzersdorf im Kremstal heißt es „Inzi inzi“. Rufling, ein Stadtteil von Leonding, hat aus dem eigenen Ortsnamen alles herausgeholt, was nur geht: „Rufi-Rufi-EILISCHO“. „Vori Dori“ heißt es indessen in Vorchdorf.

„Nuss Nuss“ in Ebensee liegt nicht ganz so auf der Hand und bedarf einiger Erklärung:

„Fåschingtåg, Fåschingtåg, kimm na bald wieda, wann ma koa Geld nit håbn, schern ma di nieda, Hutzn, Fetzn, Lempn auf und nieda, hin und he, alles fahrt nach Ebensee.“

Je lauter die Faschingskinder in Ebensee diesen Spruch schreien, desto mehr Süßigkeiten bekommen sie, einst waren es Orangen und Nüsse.

Salzburg

Ähnlich wie in Ebensee sind auch die Salzburger Faschingsrufe komplex: Dem Ruf „Semmei Semmei“ in Kuchl liegt eine Alltagslegende zugrunde:

Anscheinend hat ein Kuchler im Wirtshaus einmal, sagen wir, 10 Semmeln gegessen. Die genaue Anzahl ist nicht überliefert, aber es waren einige. Weil es ihm als „gestandener Mann“ den anderen Männern am Stammtisch gegenüber unangenehm war, nur 1 Bier getrunken, aber 10 Semmeln gegessen zu haben, hat er bei der Kellnerin dann 10 Bier und 1 Semmel bezahlt.

In Plainfeld lautet der Faschings- und Trinkspruch „Hobt’s a Hond frei“. St. Gilgen hält es hingegen ganz einfach mit „Gilli gilli“.

Steiermark

Die Steirischen Faschingsgilden halten sich dafür vergleichweise kurz. Zum Beispiel mit „Öha“ (Liezen), „Jo-li“ (Ligist), „Mürz-auf“ (Mürzzuschlag) und „Froh Lei“ (Frohnleiten). Lustig wird’s in Bad Gleichenberg mit „Glei glei Gluck gluck“ oder „Plem Plem“ in Judendorf-Straßengel.

Tirol

Die Tiroler halten sich nicht an die Ortsnamen und rufen „Tengel tengel“ in Jenbach, „Hö hö Höpfeler“ in Seefeld, „Weckauf“ in Kufstein und „Rante Putante“ in Sillian im Pustertal.

Vorarlberg

Für den Rest Österreichs weitgehend unverständlich wird es im Ländle. Feldkirch etwa ruft: „Spälta spälta – hoch“, Lustenau ruft „Greotli Greotli, Fizo Fazoneotli“ und Alberschwende: „He wo – a Wildsau“. „Ure, Ure – Hafoloab“ heißt es in Wolfurt, „Jöri Jöri – Kuttlablätz“ in Bludenz und Dornbirn hat den wohl längsten Spruch mit „Maschgoro Maschgoro – Rollolo, Schießt da Hafa – Decklat voll“.

-REDAKTION (Quelle: Wikipedia)

© Copyright - Kommunalnet