Bürgermeister Werner Troiber aus der 2100 Einwohner großen niederbayerischen Marktgemeinde Ruhmannsfelden im Landkreis Regen, hat in seiner Gemeinde die Tradition zu hohen Geburtstagen persönlich bei seinen Gratulanten vorbei zu schauen, ab dem 100. Geburtstag kommt der Bürgermeister jedes Jahr. So auch bei Frau Sophie B. anlässlich ihres 95., 101. und 102. Doch Bürgermeister Troiber wurde bei seinen Besuchen von der Tochter der Jubilarin immer abgewiesen – mit der Begründung Frau B. sei krank, oder befindet sich im Urlaub, bzw. sei in einer Pflegeeinrichtung.
Bürgermeister geht der Sache selbst nach
Im Dezember 2025 – am vermeintlich 103. Geburtstag von Frau Sophie B. wurde die Gemeinde informiert, dass Frau B. einen Kurzurlaub in ihrem Heimatland Tschechien verbringen wird. Das kam Bürgermeister Troiber äußerst merkwürdig vor und er begann zu recherchieren:  Da stellte sich heraus, dass die Tochter gegenüber den Nachbarn äußerte, ihre Mutter sei seit Jahren in einem Pflegeheim in Bad Wörishofen. Nach Recherchen der Gemeinde Ruhmannsfelden in den umliegenden Pflegeheimen, stellte sich heraus, dass Frau B. in keinem der Heime registriert war.
„Da stimmt etwas nicht“
Aufgrund dieser Erkenntnisse wandte sich der Bürgermeister an die Staatsanwaltschaft Deggendorf mit dem Hinweis: „Das timmt etwas nicht.“ Die Staatsanwaltschaft ordnete daraufhin eine Hausdurchsuchung an, bei der die Polizeibeamten einen grauenvollen Fund machten: Sie fanden die Überreste von Frau Sophie B. im Keller des Hause, in der Mutter und Tochter gemeinsam gelebt hatten. Wie lange die Leiche dort bereits war, ist noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die 82-jährige Tochter wegen des Verdachts des Betrugs. Ein Gewaltverbrechen konnte laut Obduktion nicht festgestellt werden – die genaue Todesursache ließ sich allerdings auch nicht mehr klären.
Wie viel Geld die Tochter unrechtmäßig bezogen hat, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Bürgermeister behält Gratulations-Tradition bei
Bürgermeister Troiber ist froh, dass der Fall geklärt ist, und sein Instinkt ihn nicht getäuscht hat. Die Tradition mit den persönlichen Gratulationen will er jedenfalls beibehalten: „Weil es immer eine gute Gelegenheit ist, mit seinen Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu kommen und auch zu sehen, ob da und dort Unterstützung benötigt wird“, sagt Werner Troiber. Dass eine Gratulation zu einem Fall für die Ermittler wird, wie bei Frau Sophie B. wird hoffentlich ein Einmalbeispiel bleiben.
– S.PEISCHL (Quelle: Bürgermeister Troiber, heute.at, Berliner Zeitung)
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