Die 196-Einwohner-Gemeinde Sören in im deutschen Schleswig-Holstein, unweit der Grenze zu Dänemark, hat ein wiederkehrendes Problem: Seit Jahren werden immer wieder von Unbekannten die Ortsschilder abmontiert und geklaut. Der Grund dafür liegt am Gemeindenamen.
Ortsschild schon x-mal gestohlen
Das Problem: Der Name der Gemeinde ist zugleich auch ein dänischer Vorname, der auch in Deutschland verbreitet ist. „Wir vermuten, dass junge Männer zum 18. Geburtstag, oder wenn sie den Führerschein geschafft haben, unser Ortsschild geschenkt bekommen“, so Bürgermeister Walter Stindt. Allein in seiner Amtszeit seit 2023 wurde das Ortsschild trotz Spezialschrauben schon fünfmal gestohlen. Doch die Diebstahlserie geht viel weiter zurück: Bereits 1997 über das permanente Verschwinden der Ortsschilder berichtet. Der vorherige Ortsschef beklagte 15 Ortsschild-Diebstähle. Für die Gemeinde ist das jedoch alles andere als lustig. Die Beschaffung und Montage neuer Schilder kostet Geld und Zeit.
„So ein Ortsschild kostet 200 Euro. Das klingt nicht nach viel, aber für die Gemeinde ist das viel Geld, das sich auch summiert“, so Bürgermeister Stindt. Er warnt die künftigen Diebe, eine Straftat zu begehen und unterbreitet ihnen aber auch ein Angebot: Anstatt das Schild zu stehlen, könnten Interessierte eine offizielle Version erhalten. Damit hofft die Gemeinde, den Reiz des illegalen „Souvenirs“ zu verringern. „Für 200 Euro lassen wir gern ein Namensschild für Sören anfertigen, von mir aus inklusive Zertifikat und Glückwünschen zum Geburtstag an Sören“, so der Bürgermeister.
Ob diese Strategie tatsächlich funktioniert, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Solange das Ortsschild als begehrtes Andenken gilt, dürfte das Dorf weiterhin mit neugierigen Sammlern und nächtlichen Schraubaktionen zu kämpfen haben.
Ähnlicher Fall in Fucking
Ein ähnliches Problem gab es auch in der österreichischen Ortschaft Fucking. Der kleine Ort in der Gemeinde Tarsdorf erlangte weltweit Bekanntheit wegen seines ungewöhnlichen Namens – und genau das führte über Jahre hinweg zu zahlreichen Diebstählen der Ortsschilder. Touristen aus aller Welt reisten nach dem Dorf, um Fotos mit dem Ortsschild zu machen. Viele schraubten die Schilder ab und nahmen sie als Souvenir mit. Die Gemeinde musste die Tafeln immer wieder ersetzen, was zu erheblichen Kosten führte. Teilweise wurden sogar besonders stabile, diebstahlsichere Befestigungen installiert, um die Schilder besser zu schützen.
Trotz dieser Maßnahmen blieb das Problem bestehen. Schließlich entschied sich die Gemeinde zu einem drastischen Schritt: Im Jahr 2021 wurde der Ort offiziell in Fugging umbenannt. Mit dem neuen Namen hoffte man, den kuriosen Tourismus und die ständigen Diebstähle zu beenden.
-REDAKTION (Quelle: ntv, Kieler Nachrichten)
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