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Natur im Garten

NaturimGartenTipps

10.03.2026

Fledermausschutz im öffentlichen Grünraum

Warum Fledermausschutz im öffentlichen Grünraum werden Sie sich fragen? Weil viele Fledermausarten auf der viel zitierten Roten Liste stehen. Abgesehen davon sind sie sehr nützlich, denn ein Tier kann an einem Tag eine Menge Insekten verzehren, die seinem eigenen Gesamtgewicht entspricht.

Gerade „Natur im Garten“ – Gemeinden vermeiden ja nicht nur umweltschädliche Produkte wie Kunstdünger, Torf oder chemisch-synthetische Pestizide, sondern setzen sich auch  für den Erhalt von Lebensräumen und für die Artenvielfalt ein.

Durch naturnahe Strukturen und Pflanzungen kann man die nächtlichen Insektenjäger unterstützen und damit gleichzeitig auch für mehr Lebensqualität für die Anrainer sorgen.

Hinsichtlich ihres Lebensraumes sind Fledermäuse leider sehr anspruchsvoll

Für Arten, die Kulturlandschaft besiedeln, ist ein kleinräumiges Mosaik an Blumenwiesen oder anderen Blühflächen, Bäumen, Hecken und Gewässern wichtig.

Heimische Gehölze sind mit vielerlei Insekten und anderen Kleintieren vergesellschaftet. Darüber hinaus wirken sich eine Krautschicht, Frühlingsblüher sowie das Belassen des Laubes unter den Sträuchern, sehr positiv auf den Insektenbestand und somit für ihre Beutetiere aus.

Für Überwinterungs- und Tagesverstecke von Fledermäusen sorgt man am besten durch den Erhalt von Altbäumen, welche oft Spalten oder Höhlen enthalten.

Mangelt es an Unterkünften so können Flach- und Höhlenkästen Abhilfe schaffen

HLF Krems

Für Spaltenbewohner werden Flachkästen an (Neben)gebäuden oder grobborkigen Baumstämmen montiert. Höhlenkästen in Parks oder sonstigen Baumbeständen dienen vor allem als Ersatz für Spechthöhlen für Waldbewohner (z.B. Langohrfledermäuse).

Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die Einflugöffnung an der Wetter abgewandten Seite liegt.  Im Frühling und Herbst benötigen die Tiere Verstecke an sonnigen Plätzen, im Sommer sollten auch Kästen in halbschattigen Bereichen vorhanden sein. Wer also den nächtlichen Jägern ein besonders „Service“ bieten möchte, hängt Kästen an mehreren Standorten mit unterschiedlicher Besonnung auf. Weil die Hohlkästen im Laufe des Jahres stark verschmutzen, reinigt man sie im Spätherbst mit heißem Wasser. Fledermauskot ist übrigens ein hervorragender Dünger für Zierpflanzen und ähnelt in seiner Zusammensetzung Guano.

Generell werden die Kästen in 4-6m Höhe montiert. Der Bereich vor der Einflugöffnung soll frei von Ästen oder sonstigen Hindernissen sein, damit freier Anflug gewährleistet ist.

Ausführliche und weitere Infos finden Sie in unserem Infoblatt www.naturimgarten.at/fledermaeuse.pdf

Mehr Information zu Grünraumthemen erhalten Sie auch beim “Natur im Garten” Grünraumservice unter der Telefonnummer 02742-74333 oder per E-Mail unter gartentelefon@naturimgarten.at

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