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Steiermark

18.03.2026

Wieso Knittelfeld ein Problem mit Schulabmeldungen hat

Die Gemeinde Knittelfeld hat ein Problem: Immer mehr Eltern wollen ihre Kinder nicht mehr in der steirischen Gemeinde in die Schule geben, weil der Ausländeranteil so hoch ist, und kaum mehr Deutsch gesprochen wird. Die Folge: Eltern melden ihren Hauptwohnsitz in einer Nachbargemeinde an, damit ihre Kinder nicht mehr in Knittelfeld in die Schule gehen müssen. Bürgermeister Harald Bergmann kann die Sorge der Eltern verstehen, allerdings ist für ihn die Hauptwohnsitzverschiebung keine Lösung. Statt dessen fordert er: „Die Schulsprengelzuteilung in der aktuellen Form muss gelöst werden, damit die Eltern Wahlfreiheit bei der Schulanmeldung haben“, sagt Bergmann.  Und er geht noch einen Schritt weiter: „Ich spreche mich auch für einen maximalen Anteil an nicht deutschsprechenden Schülerinnen und Schülern pro Klasse aus – zehn bis maximal 20 Prozent, sonst wird es schwierig“, sagt der Stadtchef. Seiner Meinung brauche es eine bessere Verteilung auch um umliegende Gemeinden, wo der Migrationsanteil geringer sei, „damit alle Kinde die besten Chancen haben“.

Bürgermeister will Eltern von Migranten stärker in die Pflicht nehmen

Zudem will Bürgermeister Bergmann die Eltern der Migrantinnen und Migranten künftig mehr in die Pflicht nehmen: „Sie sollen dafür sorgen, dass ihre Kinder Deutsch lernen“, so der Ortschef. Passiere das nicht, könne er sich vorstellen, das Kindergeld zu kürzen, wenn ein Kind die deutsche Sprache nicht erlernt.

Am Mittwoch findet ein Bildungsgipfel des Landes in Knittelfeld statt. Dort will Bürgermeister Bergmann seine Forderungen auch direkt an Bildungslandesrat Stefan Hermann weiter geben.

– S.PEISCHL (Quelle: ORF Steiermark, Gemeinde Knittelfeld)

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