Beton ist nicht nur der meistverwendete Baustoff der Welt – er kann auch als Energiespeicher dienen. Damit lassen sich öffentliche Gebäude wie Schulen, Kindergärten oder Gemeindeämter ganzjährig fossilfrei und kostengünstig heizen und kühlen.
Der Gebäudesektor ist derzeit für rund zehn Prozent der Treibhausgasemissionen in Österreich verantwortlich und damit ein wichtiger Hebel für den Klimaschutz. Der Baustoff Beton kann, dank seiner Fähigkeit, Wärme zu speichern, den Energiebedarf von Gebäuden maßgeblich senken. Denn Betonbauteile lassen sich hervorragend zum effizienten Heizen und Kühlen nutzen – am besten in Kombination mit erneuerbaren Energiequellen wie Erdwärme sowie Sonnen- oder Windenergie.
Diese innovative Technik wird thermische Bauteilaktivierung genannt und kommt in Österreich zunehmend nicht nur im Wohnbau, sondern auch im Verwaltungs- und Schulbau zum Einsatz. Dabei werden Wasserleitungen in Decken und Wänden integriert, durch die im Winter warmes und im Sommer kühles Wasser fließt. Die aktivierten Bauteile aus Beton geben über ihre gesamte Fläche Wärme ab oder nehmen sie auf – je nach Heiz- oder Kühlbedarf. So werden Räume ganzjährig effizient temperiert.
Niedrige Kosten, konstante Raumtemperatur
Diese Heiz- und Kühltechnik bietet mehrere Vorteile: Sie vereint Heizen und Kühlen in einem einzigen System – klassische Heizkörper oder Klimaanlagen sind daher meist nicht erforderlich. Aufgrund der relativ niedrigen Vorlauftemperaturen und der Möglichkeit, Energie zwischenzuspeichern, lässt sich die thermische Bauteilaktivierung besonders gut mit erneuerbaren Energiequellen kombinieren. Gleichzeitig können Gebäude selbst als Wärme- oder Kältespeicher genutzt werden – ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz und zu mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas im Gebäudesektor.
Die thermische Bauteilaktivierung bringt zudem beträchtliche Kosteneinsparungen. So kommt der Bildungscampus Liselotte-Hansen-Schmidt in der Seestadt Aspern – einer der Pionierbauten mit dieser Technologie in Wien – mit rund zwei Euro Energiekosten pro Quadratmeter und Jahr für Heizen und Kühlen aus. Aktuellen Studienergebnisse belegen nicht nur die Nachhaltigkeit des Systems, sondern auch eine hohe Zufriedenheit mit der thermischen Bauteilaktivierung von Beton bei den Nutzerinnen und Nutzern.
Mehr Informationen über thermische Bauteilaktivierung
Studienergebnisse zur thermischen Bauteilaktivierung
– C.TAUCHER (Quelle: Beton Dialog Österreich, entgeltliche Einschaltung)
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