Natur im Garten

NaturimGartenTipps

31.03.2026

Ahornbäume – heimische und neue Arten

Ahorne gehören zu den bekanntesten Baumarten. Neben den heimischen Arten mit den typischen fünflappigen Blättern sind mehrere neue, klimafitte Arten für den kommunalen Bereich interessant. Die meisten Ahorne sind robust und haben einen hohen ökologischen Wert.

Die heimischen Arten Spitz-, Feld- und Bergahorn kennen viele seit den Schultagen. Der Spitzahorn (Acer platanoides) gehört in Ostösterreich zu den am häufigsten in Ortsgebieten gepflanzten Baumarten. Es gibt Sorten mit regelmäßig wachsenden Kronen speziell für den Straßenbereich, kompakt wachsende Kugelformen für formale Gestaltungen oder säulenförmig wachsende Sorten. Sehr bekannt ist auch der rotlaubige Blutahorn.
Die große Auswahl an verschiedenen Wuchsformen bei gleichzeitig flottem Wuchs, der hohe ökologischer Wert und die Klimafitness sind Pluspunkte des Spitzahorns. An Standorten mit wenig Luftzirkulation kann Mehltau zu einem Problem werden, ansonsten gilt die Art als robust.

Bild 1, Bildtext:  Eine Gruppe von Spitzahornbäumen mit beginnender Herbstfärbung.
Copyright: @ Martina Liehl-Rainer „Natur im Garten“

Feldahorn

Der Feldahorn (A. campestre) hat kleinere Blätter als der Spitzahorn und ist noch trockenheitsverträglicher. Er ist ob seiner Beliebtheit derzeit nur schwer erhältlich.
Die dritte heimische Art, der Bergahorn (A. pseudoplatanus) ist weder trockenheits- noch hitzeverträglich. Neupflanzungen sind in Ostösterreich nur mehr für höhere Lagen empfehlenswert.

Aufgrund des Klimawandels werden in den Baumschulen immer mehr winterharte Arten aus wärmeren und trockeneren Regionen Europas, aus Asien oder Amerika angeboten.

Schneeball-Ahorn

Der Schneeball-Ahorn (A. opalus) ist eine etwa 10 Meter hohe und sehr robuste Baumart aus dem westlichen Mittelmeerraum. Aufgrund seines tiefgehenden Wurzelsystems kann er gut mit Trockenheit umgehen und gilt als stadtklimafest. Ein weiterer Name für diese Art lautet Frühlings-Ahorn. Er blüht vor dem Blatt- und Blütenaustrieb der meisten anderen Baumarten, weshalb die leuchtend gelb-grüne Blüte besonders auffällt. Die rot-orange Herbstfärbung der Blätter ist ebenfalls sehr zierend. Die Blüte ist bienen- und insektenfreundlich, die Früchte werden von Vögeln gefressen.

Bild 2, Bildtext:  Die Blätter des Schneeball-Ahorns sind dem gleichnamigen Strauch sehr ähnlich.
Copyright: © Alfons Schmidlin via www.infoflora.ch

Französischer Ahorn

Ebenfalls ökologisch wertvoll und dabei klimafit ist der Französische Ahorn (A. monspessulanum). Diese Art stammt aus Südeuropa und ist wärmeliebend und trockenheitsverträglich. Der etwa fünf bis acht Meter hohe, langsam wachsende Kleinbaum sollte nur innerörtlich gepflanzt werden, da er sich stark versamt.

Für Einzelstellung an einem windgeschützten Standort eignen sich malerisch wachsende mehrstämmige Exemplare des Dreispitzahorns (A. buergerianum). Der mittelhoch wachsende Baum stammt aus Ostchina.

Bild 3, Bildtext: Dreispitzahorn mit länglichen Blättern.
Copyright: @ Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International license, via commons.wikimedia.org

Rot-Ahorn: Attraktive Herbstfärbung

Eine besonders attraktive Herbstfärbung ist das Merkmal des Rot-Ahorns (A. rubrum). Der Großbaum aus den gemäßigten Zonen des östlichen Nordamerikas ist kalkmeidend. Er eignet sich für Standorte mit saurem bis neutralem pH-Wert. Seine spektakuläre Blattfärbung ist nur bei einem passenden Standort gegeben.

Nicht mehr pflanzen: Eschenahorn

Nicht mehr gepflanzt werden sollte der Eschenahorn (A. negundo). Er gilt als Neophyt mit einem großen Ausbreitungsdrang, der heimische Arten verdrängt und seltene Lebensräume gefährdet. Wir empfehlen, Samenbäume sowie aufkommenden Jungwuchs zu roden.

Ausführliche Beschreibungen zu den oben genannten sowie zu vielen weiteren Baumarten finden Sie unter dem „Natur im Garten“ Baumnavigator: www.willbaumhaben.at. Wie empfehlen, bei Pflanzung von mehreren Bäumen verschiedene Arten und Gattungen zu mischen. Das vermindert das Ausfallsrisiko. Mehr Information erhalten Sie außerdem beim “Natur im Garten” Grünraumservice unter der Telefonnummer 02742-74333 oder per E-Mail unter gartentelefon@naturimgarten.at.

© Copyright - Kommunalnet