Steirer und Salzburger als “Heiratsmuffel”
Den vorläufigen Ergebnissen zufolge wurden 2025 in sieben Bundesländern weniger oft “Ja” gesagt als im Jahr davor. Die stärksten Rückgänge wurden dabei in der Steiermark (minus 6,7 Prozent) und in Salzburg (minus 6,5 Prozent) registriert. Im Burgenland (plus 5,9 Prozent) und in Wien (plus 0,5 Prozent) fanden sich 2025 mehr Ehewillige vor den Standesbeamten ein als 2024. 1.832 verschiedengeschlechtliche Paare (plus 3,9 Prozent) sowie 106 gleichgeschlechtliche Paare (minus 12,4 Prozent) begründeten im vergangenen Jahr eingetragene Partnerschaften. Nach Bundesländern gab es hier in sechs mehr Begründungen eingetragener Partnerschaften, mit den deutlichsten Anstiegen in Salzburg (plus 28,4 Prozent) und Tirol (plus 15,5 Prozent). Vor allem im Burgenland (minus 17,2 Prozent) und in der Steiermark (minus 14,7 Prozent) begründeten deutlich weniger Paare eingetragene Partnerschaften.Mehr Scheidungen als zuvor: Steiermark, Burgenland und Tirol
Die Zahl der Scheidungen ging in vier Bundesländern zurück. Am deutlichsten wurde das in Wien (minus 5,8 Prozent), in Kärnten (minus 5,4 Prozent) und in Salzburg (minus 5,1 Prozent) registriert. In der Steiermark (plus 8,6 Prozent), im Burgenland (plus 8,2 Prozent) und in Tirol (plus 6,6 Prozent) machten 2025 deutlich mehr Paare ihr einstiges “Ja” vor Gericht rückgängig.Standesämter in Gefahr? – Mitnichten!
Dass die Zahl der Eheschließungen in Österreich statistisch leicht rückläufig ist, bedeutet übrigens noch lange nicht, dass die heimischen Standesämter bald arbeitslos sind. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Standesämtern sowie Standesamtsverbänden sind nämlich abgesehen von Eheschließungen noch für eine Vielzahl anderer Aufgabenbereiche zuständig und bekommen, so wie die gesamte Gemeindeverwaltung auch – laufend mehr Aufgaben zugewiesen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standesamts sind beispielsweise die ersten Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung einer Reihe von rechtlicher Urkunden geht und befassen sich häufig mit den unterschiedlichsten Rechtsfragen aus In- und Ausland. Hier ein Auszug einiger Aufgabenbereiche von Standesbeamtinnen und -beamten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterin in den Standesamtsverbänden:Das macht ein Standesamt:
- Staatsbürgerschaftsnachweise
- Geburturkunden
- Vaterschaftsanerkennungen
- Heiratsurkungen
- Sterbeurkunden
- Geschlechtsänderungen
- Namensänderungen
- Obsorgen
- Meldeamtliche Erledigungen
- Eingetragene Partnerschaft
- Eheauflösung (Inzidentanerkennung von ausländischen Scheidungen)
- Nachbeurkundungen von Auslandsfällen und Ausstellen von Ersatzurkungen (etwa nach Einbürgerungen)
- Staatsbürgerschaftsnachweise und -bestätigungen
- Auslandsfälle-Nachburkundungen
- Bürgerservice
- Lebensbescheinigungen
- Verlassenschafts- und genealogische Angelegenheiten
- und natürlich Hochzeitsplanung bzw. Eheschließungen sowie vieles mehr.
-REDAKTION (Quelle: APA)


