In vielen Gemeinden ist zu beobachten, dass bei der Gestaltung des öffentlichen Grünraumes auf Lavendelsträucher zurückgegriffen wird. Als Kind der Sonne und des Mittelmeeres liebt der Lavendel Wärme und Trockenheit. Somit ist er ein ideales Instrument zur Klimawandelanpassung auf kommunalen Grünflächen.
Auch wenn es schwer fällt: Rechtzeitiger Schnitt ist wichtig für den Formerhalt
Seine kleinen, duftenden violetten Blüten und das silbrig-grüne Laub des wintergrünen Halbstrauches zaubern südländisches Flair auf Rabatten und Plätze. Mag sein, dass aber gerade diese Schönheit die Grünraumpfleger bei den Schnittmaßnahmen hemmt.
So braucht es, wie es ein Gärtner einmal ausgedrückt hat, ein kaltes Herz und eine scharfe Schere, um den Lavendel zu pflegen. Ganz so schlimm ist es nicht, aber wenn der Lavendel mehrere Jahre ungeschnitten bleibt, fallen die Triebe auseinander und verkahlen von unten her. Der Halbstrauch nimmt so an Attraktivität ab.
Ein früher Schnitt kann Blütentriebe im Herbst bringen
Beim Schnitttermin im Spätsommer, also August, wenn viele Blüten schon verblüht sind, werden alle Blütenstände herausgeschnitten, damit der Strauch keine Kraft unnötig in die Samenbildung steckt. Je früher geschnitten wird, desto eher treiben bis zum Herbst noch ein paar neue Blütentriebe nach.
Der Frühjahrsschnitt ist der wichtigste
Der wichtigste Schnitt aber ist im Frühjahr. Hier werden alle Blütentriebe aus dem Vorjahr bis auf kurze Stummel zurückgeschnitten. So bleibt der Lavendel kompakt und bildet bis zum Sommer viele neue Blütentriebe. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu früh schneiden, also keine Gefahr von Spätfrösten mehr droht. Am besten kurz vor dem Austrieb. Auch der Schnitt ins kahle Holz sollte vermieden werden, denn dann treibt der Lavendel nicht mehr so gut aus. Also nur in den weichen, beblätterten Abschnitten schneiden.
Zweige vom Frühjahrschnitt eignen sich übrigens zur Heranzucht von Jungpflanzen aus Stecklingen! Neupflanzungen werden am besten im Frühjahr ab Mai vorgenommen (3-5 Pflanzen pro lfm), weil Jungpflanzen frostempfindlicher sind als alte, eingewurzelte Pflanzen.
Weiter Infos bekommen Sie beim Grünraumservice von „Natur im Garten“ 02742-74333


