Immer mehr Gemeinden sorgen vor und passen ihre Außenräume an die Folgen  des Klimawandels an. Sie schaffen Grünflächen und setzen auf versickerungsfähige Beläge, oft aus Beton, um Böden zu entsiegeln und das urbane Mikroklima zu verbessern.
Extreme Hitze und lang andauernde Trockenperioden sind in österreichischen Städten und Gemeinden zunehmend spürbar und beeinträchtigen die Aufenthaltsqualität deutlich. Kühlere, schattige Straßenräume mit Bäumen und Vegetation sowie helle, wasserdurchlässige Oberflächen gelten als wirksame Maßnahmen gegen sogenannte urbane Hitzeinseln. Helle Materialien wie Beton reflektieren einen größeren Anteil der Sonneneinstrahlung, wodurch sich Oberflächen weniger stark aufheizen.
Ein wichtiger Ansatz, um der Hitze entgegenzuwirken, ist die teilweise Entsiegelung vormals vollständig versiegelter Flächen, etwa durch Betonpflasterbeläge mit offenen Fugen. Diese lassen Luft und Regenwasser in den Boden eindringen und verteilen sie. Feine, wasserspeichernde Materialien halten das Wasser vor Ort, sodass es der Vegetation – insbesondere Bäumen – auch während längerer Trockenheitsphasen zur Verfügung steht. Dadurch können sich auch großkronige Bäume in befestigten Flächen besser entwickeln, was wiederum zur Kühlung durch Verschattung und Verdunstung beiträgt.
Mit Pflanzen und Regenwasser gegen Hitze
Dieses städtebauliche Konzept wird als Schwammstadt-Prinzip bezeichnet. Sein Ziel ist, Regenwasser möglichst lokal speichern, zu nutzen und zeitverzögert abzugeben, anstatt es rasch über die Kanalisation abzuleiten.
Ein Beispiel dafür ist die Bruno-Marek-Allee im Wiener Nordbahnviertel, ein rund 500 Meter langer „Klima-Boulevard“. Breite Gehwege, zahlreiche Bäume und helle, durchlässige Beläge verbessern hier das Mikroklima. Auch die benachbarte Wohnanlage Nordbahnhof III verbindet hohen Wohnkomfort mit klimafitter Gestaltung. Das Konzept „Freiraum auf Wohnungsebene“ verzahnt Gebäude und Freiraum mit begrünten Terrassen und Ebenen. In Kombination mit Bäumen und Beschattung kann die gefühlte Temperatur im Vergleich zu stark versiegelten Flächen um mehrere Grad Celsius sinken.
Auch außerhalb Wiens wird das Schwammstadt-Prinzip verstärkt umgesetzt. So begann die Stadt Attnang-Puchheim bereits 2020 mit der klimafitten Umgestaltung ihres Hauptplatzes und gilt damit als Vorreiter in Oberösterreich. In Linz setzt die Initiative „1.000 Bäume für Linz“ ebenfalls auf mehr Grün in der Stadt und lokales Regenwassermanagement. Ähnliche Projekte finden sich unter anderem in Graz, Amstetten und Mödling sowie in zahlreichen weiteren Städten und Gemeinden in den Bundesländern.
– C.TAUCHER (Quelle: Beton Dialog Österreich, entgeltliche Einschaltung)
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