Die aktuellen Vorschüsse liegen nach dem zwischenzeitlichen 4%igen Minus im März nun im April wieder deutlich im Plus. Die April-2026-Vorschüsse auf die Gemeinde-Ertragsanteile (vor Abzug der Gemeinde-BZ-Mittel sowie der Umlagen und Beiträge durch die Länder!) liegen gemäß den aktuellen Zahlen des Finanzministeriums im Monatsvergleich mit dem Vorjahr bei den Gemeinden ohne Wien bei +7,5 Prozent und in Wien gar bei +11,9 Prozent. Für die gegenständlichen Vorschüsse relevant ist das Februar-2026-Aufkokmmen an gemeinschaftlichen Bundesabgaben. Die Hauptgründe für diese sehr positive Entwicklung der Monatsvorschüsse waren die guten Ergebnisse bei der veranlagten Einkommensteuer und der Lohnsteuer, eine bereits stark angezogene Mineralölsteuer sowie ein deutlicher Zuwachs der Grunderwerbsteuer.
Wiener April-Vorschüsse ziehen allen davon
Das bundesländer- und monatsweise Ergebnis der Grunderwerbsteuer (die zu knapp 94 Prozent den Gemeinden zukommt und nach dem örtlichen Aufkommen dem jeweiligen Ertragsanteile-Landestopf zugeschlagen wird) führt auch diesmal wieder zu länderweise sehr unterschiedlichen Entwicklungen bei den aktuellen Vorschüssen, die spätestens bis zum 23. des Monats durch die Länder an die Gemeinden zu überweisen sind. Während der Anstieg der Grunderwerbsteuer (österreichweit gut 35 Prozent im Plus) in Kärnten im Monatsvergleich gegenüber dem Vorjahr nur rund 5 Prozent betrug, legte das Wiener Aufkommen der Grunderwerbsteuer um über 70 Prozent zu. Infolgedessen verzeichnen die aktuellen Vorschüsse auf die Kärntner Gemeinde-Ertragsanteile mit +6,2 Prozent das „schwächste“ länderweise Ergebnis, während die Wiener April-2026-Vorschüsse mit +11,9 Prozent das mit Abstand beste monatsweise Ergebnis erzielen.
– K. GSCHWANDTNER


