Der Japankäfer (Popillia japonica) ist ein Käfer, der aus Ostasien über Pflanzentransporte nach Europa eingeschleppt wurde. In der Schweiz, in Bayern und in Italien hat er bereits Fuß gefasst, in Vorarlberg und Tirol wurden 2025 einzelne Exemplare gefunden, daher ist zu befürchten, dass er auch in Österreich heimisch wird.
Als Vertreter der Blatthornkäfer ähnelt der Japankäfer sehr stark dem heimischen Gartenlaubkäfer. Wie dieser hat er ein glänzend grünes Halsschild, hat jedoch im Unterschied zu diesem 5 weiße Haarbüschel an der Seite des Hinterleibs und 2 am Hinterleibsende.
Der Käfer stellt für Grünflächen ein Problem dar, weil er die Blätter von Bäumen, Sträuchern, Gemüse, Nutz- und Zierpflanzen frisst. Wenn er in großer Zahl vorkommt, bleiben oft nur die Blattrippen übrig.
Die Engerlinge des Käfers entwickeln sich im Boden und fressen dort Wurzeln von krautigen Pflanzen – Wildpflanzen, Gemüse und Gräsern. Das kann zur Folge haben, dass befallene Rasenstellen eintrocknen und verbraunen. Auch Weideflächen können betroffen sein.
Weil der Käfer in Österreich bisher noch nicht ausbreiten konnte, ist es wichtig aufmerksam zu sein, damit das auch so bleibt und er sein Schadpotenzial nicht entfalten kann.
Der Japankäfer ist in der EU als prioritärer Quarantäneschädling gelistet, das Auftreten des Käfers ist daher meldepflichtig. Sollten Ihnen Käfer wie sie oben beschrieben sind, bzw. am Foto dargestellt sind, auffallen, melden Sie diese bitte der Meldeplattform der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) https://www.ages.at/ages/presse/news/detail/neu-japankaefer-meldeplattform. Verdachtsfälle werden an den amtlichen Pflanzenschutzdienst des jeweiligen Bundeslandes weitergeleitet, welcher dann vor Ort Gegenmaßnahmen einleitet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Nähere Infos auch unter https://www.gartentelefon24.at/garten-profis-gemeinden/schaedlinge/garten-profis-schaedling-detail/popillia-japonica

