Auf Österreichs Standesämtern ist im vergangenen Jahr weniger geheiratet worden als 2024. Das geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten der Statistik Austria hervor. Gleichzeitig gab es auch weniger Scheidungen als im Jahr davor. Demnach wurden 2025 insgesamt 44.502 Ehen standesamtlich geschlossen (2024: 45.810) sowie 1.938 eingetragene Partnerschaften begründet, etwas mehr als im Jahr davor (2024: 1.884). Bei den Ehescheidungen waren es im vergangenen Jahr 14.895.
2024 waren es 14.963 Scheidungen. 2025 kamen außerdem 227 Auflösungen eingetragener Partnerschaften dazu (2024: 167). Der Rückgang der Eheschließungen betrug laut den veröffentlichten Zahlen 2,9 Prozent. Die seit 1. Jänner 2019 bestehende Möglichkeit einer gleichgeschlechtlichen Eheschließung nahmen im Jahr 2025 insgesamt 806 Paare wahr, davon 401 männliche und 405 weibliche. Das entspricht einem Anstieg von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die vorläufigen Daten für 2025 beinhalten auch 17 Umwandlungen von eingetragenen Partnerschaften in Ehen.
Steirer und Salzburger als „Heiratsmuffel“
Den vorläufigen Ergebnissen zufolge wurden 2025 in sieben Bundesländern weniger oft „Ja“ gesagt als im Jahr davor. Die stärksten Rückgänge wurden dabei in der Steiermark (minus 6,7 Prozent) und in Salzburg (minus 6,5 Prozent) registriert. Im Burgenland (plus 5,9 Prozent) und in Wien (plus 0,5 Prozent) fanden sich 2025 mehr Ehewillige vor den Standesbeamten ein als 2024.
1.832 verschiedengeschlechtliche Paare (plus 3,9 Prozent) sowie 106 gleichgeschlechtliche Paare (minus 12,4 Prozent) begründeten im vergangenen Jahr eingetragene Partnerschaften. Nach Bundesländern gab es hier in sechs mehr Begründungen eingetragener Partnerschaften, mit den deutlichsten Anstiegen in Salzburg (plus 28,4 Prozent) und Tirol (plus 15,5 Prozent). Vor allem im Burgenland (minus 17,2 Prozent) und in der Steiermark (minus 14,7 Prozent) begründeten deutlich weniger Paare eingetragene Partnerschaften.
Mehr Scheidungen als zuvor: Steiermark, Burgenland und Tirol
Die Zahl der Scheidungen ging in vier Bundesländern zurück. Am deutlichsten wurde das in Wien (minus 5,8 Prozent), in Kärnten (minus 5,4 Prozent) und in Salzburg (minus 5,1 Prozent) registriert. In der Steiermark (plus 8,6 Prozent), im Burgenland (plus 8,2 Prozent) und in Tirol (plus 6,6 Prozent) machten 2025 deutlich mehr Paare ihr einstiges „Ja“ vor Gericht rückgängig.
Standesämter in Gefahr? – Mitnichten!
Dass die Zahl der Eheschließungen in Österreich statistisch leicht rückläufig ist, bedeutet übrigens noch lange nicht, dass die heimischen Standesämter bald arbeitslos sind. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Standesämtern sowie Standesamtsverbänden sind nämlich abgesehen von Eheschließungen noch für eine Vielzahl anderer Aufgabenbereiche zuständig und bekommen, so wie die gesamte Gemeindeverwaltung auch – laufend mehr Aufgaben zugewiesen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standesamts sind beispielsweise die ersten Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung einer Reihe von rechtlicher Urkunden geht und befassen sich häufig mit den unterschiedlichsten Rechtsfragen aus In- und Ausland.
Hier ein Auszug einiger Aufgabenbereiche von Standesbeamtinnen und -beamten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterin in den Standesamtsverbänden:
Das macht ein Standesamt:
- Staatsbürgerschaftsnachweise
- Geburturkunden
- Vaterschaftsanerkennungen
- Heiratsurkungen
- Sterbeurkunden
- Geschlechtsänderungen
- Namensänderungen
- Obsorgen
- Meldeamtliche Erledigungen
- Eingetragene Partnerschaft
- Eheauflösung (Inzidentanerkennung von ausländischen Scheidungen)
- Nachbeurkundungen von Auslandsfällen und Ausstellen von Ersatzurkungen (etwa nach Einbürgerungen)
- Staatsbürgerschaftsnachweise und -bestätigungen
- Auslandsfälle-Nachburkundungen
- Bürgerservice
- Lebensbescheinigungen
- Verlassenschafts- und genealogische Angelegenheiten
- und natürlich Hochzeitsplanung bzw. Eheschließungen sowie vieles mehr.
-REDAKTION (Quelle: APA)
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