Matt Shumer, Gründer eines KI-Startups in New York, hat einen vielbeachteten Artikel veröffentlicht: er beschreibt seiner KI was er braucht, geht vier Stunden weg und kommt zurück zu einem fertigen Produkt, das besser ist als er es selbst hätte machen können. Kein Entwurf, kein Nachbessern. Fertig. Sein Fazit: Wir stehen vor einer Veränderung, die größer ist als das Internet. Ich lese sowas normalerweise mit gesunder Skepsis. Diesmal nicht – weil er etwas beschreibt, das ich selbst jeden Tag erlebe.
Als ich im November 2025 die erste Ausgabe dieser Kolumne geschrieben habe, hieß sie „Warum KI kein Grund zur Sorge ist.“ Ich habe damals geschrieben, dass KI niemanden ersetzt, dass wir die Kontrolle behalten, dass die Technik ein Werkzeug ist und wir die Handwerker. Ich würde das heute anders schreiben.
Erinnern Sie sich an die ersten Webseiten?
In den späten 1990ern haben viele gesagt, dass sich das Inernet nie durchsetzen wird – blinkender Text, ewig lande Ladezeiten usw. Sie hatten mit der Bewertung des Ist-Zustands Recht, lagen aber bei der Einschätzung der Richtung komplett daneben. Genau das passiert gerade wieder. Wenn man KI in den letzten Monaten ausprobiert hat, hat man vermutlich eher den Ist-Zustand bewertet – nicht die Richtung, in die sie sich entwickeln könnte. Damit Sie ein Gefühl dafür bekommen:
- 2022 hat KI Ihnen selbstbewusst erklärt, dass 7 × 8 = 54 ist.
- 2023 hat sie die amerikanische Anwaltsprüfung bestanden.
- 2024 konnte sie funktionierende Software schreiben und Wissenschaft auf Universitätsniveau erklären.
- Ende 2025 haben einige der besten Ingenieure der Welt den Großteil ihrer Programmierarbeit an KI übergeben.
- Anfang Februar 2026 kamen neue Modelle, die alles davor wie ein anderes Zeitalter wirken lassen.
Vom Werkzeug zum Kollegen
Die Schlagzeilen aus amerikanischen Tech-Medien sagen: KI wird alle ersetzen. Panik. Apokalypse. Meine Botschaft ist eine andere: KI wird vom Werkzeug zu einem Kollegen, der immer schneller lernt.
Es gibt mittlerweile autonome KI-Agenten, die selbstständig Aufgaben übernehmen: E-Mails bearbeiten, Termine koordinieren, Dokumente zusammenfassen, Code schreiben. Rund um die Uhr, ohne dass jemand daneben sitzt. Aber ein Kollege ist nur so gut wie das Umfeld, in dem er arbeitet. Genau das ist es, was wir bei KIUMI machen: wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass KI in Ihrem konkreten Arbeitsumfeld wie ein Kollege funktionieren kann.
Denn Gemeinden haben etwas, das Tech-Startups nicht haben: Amtshaftung, demokratische Legitimation, regulatorische Pflichten. Ein KI-Agent kann einen Förderantrag prüfen, aber keinen Bescheid unterschreiben. Er kann eine Bürgeranfrage beantworten, aber nicht in einer Gemeinderatssitzung Rede und Antwort stehen. Diese Dinge geben Ihnen Zeit. Aber nur, wenn Sie diese Zeit nutzen.
Was sich konkret verändern wird
„Aber der Datenschutz!“
Zu Recht das erste Wort, das in jeder Verwaltungsdiskussion fällt. Aber schauen Sie sich an, was das Land Kärnten gemacht hat: eine landesinterne KI-Anwendung, bei der keine Daten die eigenen Rechenzentren verlassen. Das ist also kein ungelöstes Problem. Datenschutz ist nicht der Grund, nichts zu tun – er ist eine Anforderung, die erfüllt werden muss und erfüllt werden kann.
Was Sie jetzt tun können
Wissen Sie nicht, wo Sie anfangen sollen? Fragen Sie die KI. Geben Sie ihr einfach eine Liste Ihrer konkreten Alltagsaufgaben und fragen Sie, wobei Sie helfen könnte. Zum Beispiel so:
„Ich arbeite in der Gemeindeverwaltung. Hier sind meine typischen Aufgaben:
- Manueller Übertrag der Daten aus Excel in das Verwaltungssystem
- Sammlung und Ablage von Bürger-E-Mails auf dem internen Laufwerk
- Koordination von Terminen zwischen Abteilungen und externen Stellen
- Erstellung von Protokollen nach Gemeinderatssitzungen
- Beantwortung wiederkehrender Anfragen zu Öffnungszeiten, Zuständigkeiten und Formularen
- Erstellung monatlicher Berichte auf Basis verschiedener Excel-Tabellen
- Übersetzung von Bescheiden und Mitteilungen für fremdsprachige Bürger
- Prüfung von Förderanträgen auf Vollständigkeit
Bei welchen dieser Aufgaben könntest du mich konkret unterstützen?“
Die Antwort wird Sie überraschen. KI kennt ihre eigenen Stärken und erklärt Ihnen ganz konkret, was sie übernehmen, beschleunigen oder vereinfachen kann. Das ist oft der schnellste Weg, um herauszufinden, wo sich der Einstieg lohnt.
Probieren Sie es einfach aus. Auf playground.ikangai.com können Sie aktuelle KI-Modelle direkt im Browser und ohne Anmeldung testen. Stellen Sie eine echte Frage aus Ihrem Arbeitsalltag: „Fasse mir diese Verordnung zusammen“ oder „Welche Fristen muss ich bei diesem Förderantrag beachten?“
Geben Sie der KI echte Arbeit. Laden Sie ein Dokument hoch, lassen Sie einen Bescheid-Entwurf schreiben. Der erste Versuch wird vielleicht nicht perfekt sein. Was heute „fast funktioniert“, wird in sechs Monaten zuverlässig funktionieren.
Identifizieren Sie Ihre Zeitfresser: Die Förderanträge, die manuell geprüft werden. Die immer gleichen Bürgeranfragen. Die Protokolle. Die Daten, die zwischen Systemen kopiert werden.
Investieren Sie in Ihre Leute. Die wichtigste Fähigkeit der nächsten Jahre ist nicht, ein bestimmtes KI-Tool zu kennen — sondern die Bereitschaft, sich schnell an neue anzupassen und sich kontinuierlich mit KI zu beschäftigen.
Content für Ihre Gemeindezeitung
Machen Sie diesen Artikel zum ersten Schritt einer lokalen KI-Initiative und spielen Sie ihn aufbereitet an Ihre Bürger und lokale Unternehmen weiter. Das geht mit wenigen Klicks:
- Link öffnen: https://playground.ikangai.com/artikel-umschreiben?promptUrl=entwicklung.md
- Wählen Sie „Lokale Unternehmen“
- Klicken Sie auf „Ausführen“
- Schauen Sie sich das Ergebnis an
- Wenn es brauchbar ist — veröffentlichen Sie ihn in der nächsten Gemeindezeitung
Die eigentliche Botschaft
Vor drei Monaten habe ich Ihnen gesagt: KI ist ein Werkzeug. Das stimmte damals. Heute ist sie auf dem Weg zum Kollegen – einem, der immer schneller lernt, nie müde wird und bald Dinge kann, für die wir heute noch studierte Fachkräfte brauchen. Das muss kein Grund zur Panik sein. Aber es ist ein Grund, jetzt aktiv zu werden. Kärnten zeigt, wie das geht: nicht abwarten, nicht in Panik verfallen, sondern gestalten. Mitarbeiter mitnehmen. Prozesse neu denken. Die Kontrolle behalten. Die Frage, wie wir KI einsetzen – diese Frage liegt bei uns. Bei Ihnen.
– M.TREIBER (KIUMI – Die Agentur für Zusammenarbeit von KI und Mensch)
1
Der einfache und kostengünstige Einstieg für „Smart-Village“ Lösungen in Ihrer Gemeinde
2
Kommunalnet Service: Hameter Staudenshop & Beetplaner
3
kn-Vorteilsclub: Rauch Kühlsysteme
4
kn-Vorteilsclub: Gemeindefahnen
5
Gemeinde überwacht Wasserverbrauch von Haushalten und spart 100.000 Euro

